Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 3)
- Language
- German
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Besprechungen. 333 ah zulegen ist, ruhig zu belassen. So haben ja auch עין יעקב u. ילקוט sich nicht ängstlich an den Wortlaut ihrer Quellen gehaiten. Ich würde daher weder die Worte ,דרי זד (Z, 3) hinzufügen, da der Satz ohne dieselben recht wohl verständlich ist׳, noch die Worte זד, מזה (S. 42. Z. 3), da ״ פרשsich trennen“ auch absolut gebraucht wird (vgl. z. B. Mischnah Joma 1 5: הוא פורש ובוכד. ודן פורשי ן ובובי־ן). Gleicherweise wären zahlreiche Ergänzungen zu streichen, die der Herausgeber sich erlaubt hat. In der beabsichtigten, wenngleich durch Einklammerung kenntlich gemachten Gleichmacherei massen wir uds ein Becht an, welches uns nicht zusteht. Dadurch haben sich zuweilen auch Sprachfehler eingeschlichen, wie z. B. gleich zu Anfang (Z. 2) מסרם für das richtige פרם. Soll übrigens der Text wirklich lesbar sein, so darf er sich nicht blindlings an eine Ausgabe halten. Was bereits durch frühere Ausgaben richtig gestellt ist, muss in den Text aufgenommen werden: in einer Fussnote sind die variae lectiones anzuführen. s. 41, Anm. 6: ובירושלמי כך כל אדם שבישראל. Zweifelsohne ist שבישראל ein späterer Zusatz der Censur, wie ja schon der Ausdruck lehrt, also nicht als abweichende LA. zu verzeichnen. So heisst es im babylonischen Talmud (Jebamoth 63 a) im Namen des B. ETasar: כל אדם שאין לו קרקע אינו אדם. Darnach müsste der vorhergehende Ansspruch desselben Babbi ebenfalls lauten: כל אדם שאין לו אשד, א״נו אדם und ebenso (ib. 62b) ... כל אדם שאץ לו אשה שרוי בלא שמחה, wie es in der That im Jalkut Jirmejahu, § 316 heisst. Allein die vorsorgliche Censur, welche keine Missachtung des Cölibats der katholischen Geistlichkeit dulden mochte, änderte in den beiden letzten Fällen das אדם in יהודי• S. 41, Anm. 8. Anzufübren wäre noch gewesen die Deutung des B. Menachem Lonsano (s. v. כרב), wie nicht minder die LA. des R. Jesaias Löb Berliner (הפלאה שבערכין s. v. 7 ברך), der in einer Amsterdamer Ausgabe שתקייא gefunden hat, obschon diese Variante lediglich vom Herausgeber herzurühren scheint. Dass die LA. ברכייא an dieser Steile ercapx% sei, ist die Ansicht Mussafia’s, wie!Herr Bub er selbst bemerkt. Es ist daher ein Irrthum, wenn er am Schlüsse der Note diese Erklärung dem sei. Kohut im ערוך השלם unterlegt. Dieser (7 ברך) verweist im Gegentheil auf 1 ברך mit der ausdrücklichen Bemerkung כי שם מקום מושבו• Doch auch dessen Erklärung an letzterer Stelle scheint mir verfehlt, da sie weder sprachlich noch inhaltlich berechtigt ist. In ersterer Hinsicht kann ich ברך im Sinne von התברך oder התפאר nicht zugeben; in letzterer gilt die Mahnung אל יתהלל ההם בחכמתי und אל תחויק טובה לעצמך. Am einfachsten erscheint mir die wiewohl בדרך צחות hingestellte Auslegung des הכותב im עין יעקב, u. z. mit der LA. כל ברכייא טכין וכרכייא דאורייתא ביש־ין. Er sagt nämlich: אם יעשה עתים ויפסיק מלמודו, ואין דעתו לחזור צריך בכל פעם לברך ווה אינו טוב. Diese Erklärung passt vortrefflich zu dem Gedankenzusammenhange der Stelle. S. 42, Anm. 11: במגלה צ״ל במגלת חסידים. So hat ausdrücklich die HS. Begensburg. Vgl. A. Berliner, זכור לאברהם zu seiner Bascbi-Ausgäbe (Berlin 1866) 5 M. XI 13. י Ebendas.: ואולי כוונו לם׳ בן סירא. Vgl. Beifmann, מאמר ארבעה חרשים (Prag 1866), 8. 3. S. 43, Anm. 34. Wenn wir אגרו lesen, 80 ist dieses nicht ein Adjectivum (d>xpos, ofypoüc) nach Analogie der Beispiele, welche im ערוך השלם angeführt sind, sondern das Nomen ür/po<; ervilia, eine Art Hülsengewächs. Indessen fragt man sich vergeblich: Wie sollte aus