Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 2)
- Language
- German
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332 Besprechungen. Ort der Abfassung (S. 7—9). Hierbei ist zu bemerken, dass Zunz (G. V., S. 269 f.) das Zeitalter durchaus nicht bestimmt angiebt, sondern blos sagt: ״Der Verfasser möchte daher wohl erst zu Anfang des 11. Jahrhunderts gelebt haben.“ 2) Quellenschriften ('S. 9—14). Zu Ende dieses Capitels muss es (statt ויקהל (תרומה heissen, wie S. 111 Anm. *ב richtig angegeben ist. 3) Alphabetisches Verzeichnis der Tannaim und Amoraim (S. 14—26)* Wünschens werth wäre eine grössere Uebereinstimmung mit dem gegebenen Texte und den Noten. Ygl. beispielsweise ר, אבא חסידא u. ,ר‘ אבא בר ר״ח ,ר׳ בא חסידא בר רץ ר״ חכוא (?) בדש ,ר, הונא בר יוסף u. a. — ,אבא הושעיר hätte unter אות א׳, nicht unter ה, seinen Platz linden sollen. Aus den Noten zum Texte könnten überhaupt manche Ergänzungen für dieses Capitel gemacht werden. So könnte z. B. S. 26, Note 198 aus Note 8, S. 100 die mit dem Jalkut übereinstimmende LA. der Midrasch-Handschrift vermerkt werden u. s. w. S. 26, Note 190 sollte die Bemerkung aus dem סה״ד vorangestellt werden; die erste Hälfte der Note wäre dann überflüssig. 4) Verzeichniss der in den Anmerkungen erklärten Fremdwörter (S. 27—28). 5) Verzeichniss der ältern Schriftsteller, welche den Midrasch Samuel erwähnt haben (S. 28—32). 6) Heber die HS' zu Parma (S. 33—36). 7) Sämmtliche Ausgaben des Midrasch Samuel (S. 36—37). Ob die Constantinopeler editio princeps 1522 oder 1517 erschienen ist, je nachdem das ה von עזרה mitgerechnet wird, bleibt hier (S. 36) unentschieden, während auf dem Titelblatte erstere Jahreszahl bestimmt angegeben wird. 8) Auf- Zahlung aller Stellen, welche der Jalkut diesem Midrasch entlehnt (S. 37-40). Der Text des Midrasch ist hergestellt nach der ersten Constantinopeler und der Venetianer Ausgabe unter Vergleichung der HS. zu Parma, cod. 563. Die Ausstattung ist gut, wenn auch durch zahlreiche Druckfehler beeinträchtigt; ja, eine ziemlich beträchtliche Anzahl von Sätzen und einzelnen Wörtern ist bedauerlicherweise ausgelassen. Sonst ist der Midrasch in der That erst durch die Buher’sche Ausgabe lesbar geworden. Indess ist meines Dafürhaltens des Guten zu viel gethan• Durch die runden und die eckigen Klammern ist der Text zu buntscheckig geworden, und viele Aenderungen scheinen mir auf Willkür zu beruhen. Ich halte dafür, dass jede unnöthige Aenderung überlieferter Texte, weil eine Verdunkelung der ursprünglichen LA., vom Uebel ist. Wie viele treffliche Gedanken sind unleugbar durch sogenannte Verbesserer verwischt und verloren gegangen! Auch wenn die Quelle, aus welcher der Verfasser geschöpft hat, uns in anderer Passung voriiegt, haben wir kein!Recht, nach der Quelle zu emendiren, wo nicht zwingende Gründe, wie augenscheinliche Verschreibung und sinnlose Fehler, dazu nöthigen. Der Sammler mag eine Kürzung oder eine ihm nothwendig erscheinende Erläuterung beliebt haben, oder aber er hatte eine andere LA. vor sich als wir. Der Text muss, insofern er einen guten Sinn giebt, unverändert beibehalten werden: wir werden höchstens gut thun, in einer!Randbemerkung die LA. der Quelle hinzuzufügen. Wir brauchen nicht erst weit zu suchen. Nehmen wir gleich den Anfang des Midrasch (S. 41 f.). Die Stelle ist dem Jerusch almi entnommen; gleichwohl hat der Sammler damit nach Belieben geschaltet, indem er Worte und Sätze umstellt. Ihm kommt es eben blass auf den Sinn an. Der Herausgeber hat das Recht, den Wortlaut des Jeruschalmi in einer Note anzugehen, dabei aber die Pflicht den Vorgefundenen, aus den besten Abschriften gewonnenen Text, worüber wiederum in einer Randbemerkung Rechenschaft