Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 7 · p. Seite 317

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 7
Article
Die Privilegien der jüdischen Gemeinde in Kremsier
Date
1895-01-01
Page
Seite 317 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2829668-2829676-2879117--26388-2879159
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Die Privilegien der jüdischen Gemeinde in Kremsier. 317 Sstyr Leth Porzacl zbiechlych Powinny ne byly k potrzebam Nassym zadnych konu Tak jak stari to Prwe czyniwaly Pugczowati Wssakz Powygiti tiech Sstyr Iieth Kam neb Potomkuom Nassym, kdyby koly wo to Potazeny byly, Powinny buclu kony kgyzdie, tak yako y Prwe czynywaly Pngczowati. Tomn 11a Swiedomy Sekret Fass wlastny Sme ktomnto lysta Nasseinu. Przytisknnty Poruczyty raczyly. Genz gest dan a Psan na Kromierzyzy w Nediely Masopustny Letha Panie 1571. "Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Bischof Y0n Olmütz, bekennen mit diesem Briefe öffentlich vor allen, dass wir hinsichtlich der ergebenen Bitte unserer untterthänigen Juden Y011 Kremsier, weil sie in den verflossenen Jahren durch viele und häufige Fahrten und Sendungen zu unseren Bedürfnissen auf den von ihnen uns geliehenen Pferden ausgeführt wurden, an diesen einen nicht geringen ”Verlust bei gleichzeitiger Schädigung ihres Gewerbes erlitten hatten, gnädig erlaubt haben und durch diesen Brief erlauben, dass sie im Laufe von vier kommenden Jahren zu unseren Bedürfnissen uns Pferde zu leihen, nicht verpflichtet sind, wie es die Alten früher thaten. Doch werden sie nach Verlauf dieser vier Jahre verpflichtet sein, uns oder unseren Nachfolgern, wenn immer sie darum angegangen werden, uns Pferde zu Fahrten zu leihen, wie sie es früher gethan haben. Zur Bekräftigung dessen haben wir unser eigenes Siegel auf diesen Brief aufdrücken zu lassen geruht. Gegeben und geschrieben zu Kremsier am Faschingssonntag (25. Februar) im Jahre des Herrn 15711). In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahie 1577 werden die Juden von dieser ehedem geltenden Verpflichtung für immer enthoben, dagegen auf 10 weitere Jahre zur Leistung der bishörigen Kopfsteuer und der üblichen Neujahrszahlungen an gehalten und ferner verpflichtet, nach Ablauf von 10 Jahren noch ausserdem wegen Befreiung von der Pferdebeistellung jährlich 10 fl. zu zahlen. (Oopiar P. des Bischofs W. Prussirnovski, pag. 288. Es scheint jedoch, dass die Juden in den Jahren 1571 und 1577 noch umfangreichere Befugnisse und Zugeständnisse erhalten haben, auf welche der Cardinal D ietrichstein im folgenden Privilegium sich beruft. 0 Der Freundlichkeit des Herrn Prof. Dr. Lechner verdanke ich die böhmische Abschrift dieses Privilegiums, welches H. Prof. Kralicek übersetzte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.