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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 7 · p. Seite 316

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 7
Article
Die Privilegien der jüdischen Gemeinde in Kremsier
Date
1895-01-01
Page
Seite 316 (sequence 8)
Language
German
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316 Die Privilegien der jüdischen Gemeinde in Kremsier. Diese auf grossen, künstlerisch verzierten Pergament״ blättern geschriebenen Urkunden bilden 4 Bande, von denen der erste 6, der zweite 14, der dritte 5 und der vierte 21 Bogen umfasst. Jeden derselben durchzieht eine seidene Schnur, an welcher die Siegel der Aussteller ziemlich gut erhalten hängen. Sie tragen die fortlaufenden Nummern 25—28 und umfassen den Zeitraum vom Jahre 1657 bis zum Jahre 1745. Bevor wir jedoch zu ihrem Inhalte übergehen, wollen wir die älteren im f. e. Archiv abschriftlich vorhandenen Privilegien in Betracht ziehen, deren Originale einst unter den nun fehlenden Nummern 1—25 gewesen und beim Einfalle der Schweden verloren, gegangen sein dürften. Doch werden vielleicht Abschriften bei der Sichtung des fürstbischöflichen Archivs noch zum Vorschein kommen. Das älteste bisher daselbst anfgefimdene Privilegium aus dem Jahre 1571 hat folgenden ־Wortlant: Zydomz Kromierzyze nadany. My ”Wylym z Bozy milosti Biskup Olomuczky, Wyznawarne Timto lystem obecznie Przedewssemv, Ze wzhlydnucze k ponyzene Prozbie Zyduow Poddanych Nassych z Kromierzyze za Przyczynu, ze tiechto gminulych Letk Pre mnolio a czaste gyzdy Nasse a Posylany w Potrzebach Nassych na Konicli swych, kterez Nam Pugczowaly, nemalu Skodu s Vblyzenym zvvnosti swych wzaly Sme ktomu milostiwie Powolyly a timto tystem Powolowati raczyme aby Nam do ausgedruckt wehren gnädigst bestätigt confirmiert und renunciert. Vorneuern confirmieren und bestätigen ihnen, indem solche Ihre wohlhergebrachten Privelegien und Freiheiten hiemit aus Böheimb Königlicher Macht als König in Böheim und Markgraf zu Mähren in diesen Brief. Wir setzen und wollen, dass sie sich derselben nach allen Punkten, Clausein und Inhalt gebrauchen sollen und mögen ungehindert Und gebieten darauf allen und jeglichen obgedachten unserer Markgrafschaft Mähren Innewohnern und Unterthanen, was hoch und niederen Standes, Amtes oder Vorstand die insonderheit unseres Landes-Hauptmann und kaiserlichen Hauptleuten jetzig und künftighin, dass sie vorgemeldte Judenschaft, auch ihre Nachkommenschaft an solchen ihren vermelden Gnaden, Gaben, Privelegien und Freiheiten nicht hindern und irren, sondern sie dabei weiter notbdürftigst handhaben, schützen, schirmen und getreulieh dabei verbleiben zu lassen, als Lieb einem jeden unsere schwere Strafe und Ungnade (jedoch und unserer und jedermänniglicben rechten ohne Nachtheil) und Schaden. Zur Urkund dieses Briefes besiegelt mit unserem Insigel der gegeben den 17. Martij. ist zu Wieu-Tctr-

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