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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 7 · p. Seite 297

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 7
Article
Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
Date
1895-01-01
Page
Seite 297 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Hebräische Handscbriften-Fragmeilte zu Trier. 297 Kadosch-Strophen יחודש und יחובב (Lg. 133, 30p), darauf die Kadosch-Strophen wiederholt, והכן ולך תעלה קדושה und 2נקדישך); dann folgt noch der Pismon אומר לאסירים mit dem Refrain יכון בחסדך (Lg. 133, 29). Fol. 14 Fortsetzung, links oval zu geschnitten, der Text aber nur sehr wenig beschädigt, beginnt mit dem Buchstaben ד. Zunz führt die beiden letzten Strophen an; da die vorletzte Strophe dort offenbar Fehler hat — der Buchstabe ר würde ganz fehlen — so möge dieselbe nach der besseren L. A. unserer Handschrift hier einen Platz finden, 0 Dieses und das folgende Stück ist bei Zunz a. a. 0. für den achten Tag aufgeführt, und zwar in umgekehrter Ordnung, יבון vor ארמון. Bei dem letzteren bemerkt Zunz: ״vielleicht für den zweiten Tag (so in cod. Rossi 405) oder den Zwiscliensabbath“. Da in unserer Handschr. beide Stücke dem מעריב für den 7. Tag vorangehen, andererseits auf das Stück טורף, das auch im Zunz für den zweiten Tag auf geführt ist, unmittelbar folgen, so dürften sie zweifellos in unserer Handschrift die Portsetzung der Keroba für den ״Omer-Tag“, vrorauf auch der Inhalt des Stückes ארמון hinweist, ausgemacht haben. Dass die bei Zunz für den zweiten Tag aufgeführte Keroba unvollständig ist, ergiebt sich schon auf den ersten Blick daraus, dass sie dort nur 5 Nummern zählt, während sie mindestens aus 6 Nummern ausser dem סילוק bestehen müsste. Das' Schema für den Bau der Keroba bei Tobelem, der hierin älteren Mustern folgt, ist nämlich!Folgendes: I Magen, II Mechajeh, beide mit je einem besonderen Schlusssatz, welcher auf Bibelverse folgt, III Keduscha, aus mindestens 4 Nummern bestehend ausser dem 1 : סילוק. mit ימלוך und ואתר קרוש am Schlüsse; 2. mit נא beginnend und חי וקים am Schlüsse; 8. mit נא לעולם תוערץ u. s. w. am Ende; 4. ein Kadosch-Pismon, dessen Refrain eine Kado sch-Strophe bildet, gewöhnlich den Namen zeichnend. Darauf erst folgt der Silluk. Zwischen Ivadosch-Strophe und Silluk ist der Platz für Erweiterung durch andere Pismon, Illustrationen der Tageslection, Seder u. dergl. Aus diesem, bei Tobelem feststehenden Schema ergiebt sich zunächst, dass in der Keroba für den zweiten Tag bei Zunz auf das 67) טורף) zunächst נא לעולם תוערק dann ein Kadosch-Pismon nachfolgte und dann der Silluk hierauf. Bern er ergiebt sich hieraus, dass der Kadosch-Pismon 30 ,133) ארמון) nothwendig dem Pismon יכון, der die Kadosch-Verse nicht hat, vorangegangen sein muss. Beides ist nun in unserer Handschrift der Pall. Dass der Silluk fehlt, ist eine in dieser Handschrift regelmässige Er&cheinung. Ob indessen der Pismon יבון ursprünglich dem zweiten Tage angehörte, dürfte zweifelhaft erscheinen, da er erst nach der Keduscha steht und auch in Hs. 1056 (fr. Oppenh. 1568 B.) des Katal. von Neubauer einer anderen Keroba, wahrscheinlich für den achten Tag, angehört. 2) vgl. Zunz, Bit. S. 60.j

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