Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 5)
- Language
- German
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Hebräische Handscbriften-Pragmente zu Trier. 67צ an manchen Stellen ihm zum Verwechseln ähnlich, ebenso ist das ה vor dem ה nur dadurch kenntlich, dass der linke Fuss bei ihm mehr einwärts steht und da, wo er den Querstrich berührt, etwas verjüngt zuläuft, Der Gottesname wird durch zwei Jod, links mit einem Doppelhaken versehen, bezeichnet1). Trotz der Nachschrift2), die am Schlüsse der Keroba für den ״grossen Sabbathu sich findet, erfahren wir ebensowenig Etwas über den Namen des Schreibers wie über das Alter der Handschrift; doch dürfte sie spätestens der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts angehören, höchst wahrscheinlich aber noch bedeutend älter sein. Dass sie nicht jünger als das 14. Jahrhundert ist, ergiebt sich schon aus dem Umstand, dass sie noch die Dibra’s und das Targum zur Lection des 7. Pessach-Tages enthält3). Aus der Form des ובראשי חלשיכם im Mushaph-Gebet für den Neumond 4), welche bereits der im 10. Jahrhundert lebende E. Benjamin, Bruder des Verfassers von שבלי הלקט, als ehedem bei den ראשונים üblich und zu seine]־ Zeit nur noch in ״alten Gebetbüchern hie und da befindlich (ל״(ובר.צת פדורים ישנים מצאתי bezeichnet, dürfte sogar zu schliessen sein, dass die Handschrift weit in das 13. Jahrhundert zurückreicht. Damit würde aucü stimmen, dass in der Nachschrift die Formel אמן □לה חוק noch nicht das 3ונתחזק) hat. Bemerkt sei nur noch, dass auf Veranlassung der BibliotheksVerwaltung sämmtliche Fragmente provisorisch foliirt worden sind, und zwar derart, dass auf die Stammgebete zunächst die poetischen Stücke für die Sabbathe, sodann diej enigen für die Wallfahrtsfeste folgen. Auf diese Foliirung ist nun auch in der nunmehr folgenden Beschreibung der einzelnen Fragmente Bezug genommen. Stammgebete, Fol. 1—8. Fol. 1. die Bänder stark beschnitten, an der linken Ecke oben und unten auch ein wenig in den Text eingeschnitten, im Ganzen aber ziemlich gut erhalten, beginnt mit den Worten אתה כי בן דרכך לעשות חנם בכל דור, aus dem vorletzten Absätze des והוא רחום für Montag und Donnerstag, welches vielfache ב) cfr. Ziemlich, das Machsor Nürnberg, S. 4. 2) Yergl. weiter unten. 3) fr. Zunz, G. V2. S. 426. ±) Ygl. S. 211. 5) cfr. Zunz, z. G., 8. 207.