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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 6 · p. Seite 265

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 6
Article
Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
Date
1895-01-01
Page
Seite 265 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Hebräische Handschriften-Fragmente zu Trier. 265 umfangreichen. Besten betheiligt sind. Zusammen dürften sie etwa 300 Blätter umfassen. Der grösste Theil derselben haftet noch immer an den Deckeln und harret der Ablösung, die hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lässt. Nur die Machsor־־Fragmente sind bereits vollständig abgelöst und geordnet. Mit ihnen wollen wir denn auch den bereits von uns angekündigten1) Bericht eröffnen. Sie sind auch ohne Zweifel die werthvollsten und interessantesten, weil sie, wie schon oben angedeutet, sämmtlich französischen Machsorim augehören. I. Fragmente französiclier Machsor-Handschriften. Die hierher gehörigen Fragmente umfassen im Ganzen 115 Blätter, die sich auf 5 verschiedene Hand Schriften verth eilen. Wir wollen sie zur Unterscheidung mit Mi, M2, M3, M>, M5 bezeichnen. Merkwürdig ist, das sämmtliche Stücke nur auf die Wallfahrtsfeste und die ausgezeichneten Sabbathe sich erstrecken, vom Neujahrsfeste und dem Sühnetage aber nichts enthalten. Dieser Umstand hat aber andererseits wieder zur Folge, dass viele Stücke in doppelter, einzelne sogar in vierfach er Becension sich vorfinden. Daran, dass wir es mit französischen Machsorim zu thun haben, ist nicht zu zweifeln. Der französische Ursprung sämmtlicher Handschriften ergiebt sich theils schon aus den einzelnen Stücken selbst, noch mehr aber aus den! Bitus. Wir verweisen in dieser Beziehung auf die am Schlüsse gegebene Uebersicht aller in den Fragmenten sich vorfindenden den Bitus betreffenden Momente. Am deutliebsten tritt der französische Bitus Charakter bei den Fragmenten der Handschrift M1 hervor, weil wir bei diesen nicht auf die poetischen Stücke allein angewiesen sind, sondern auch einige Stammgebete vor uns haben, die besonders instructiv sind. Aus diesem Grunde soll auch von ihnen zuerst hier die Bede sein. insgesammt etwa 40 Blätter, — eines Pentateuch’s mit der den einzelnen Versen folgenden Version des Onkelos nebst Massora,— eines Machsor-Commentars, — des ספד התרומה, etwa den dritten Theil desselben umfassend, — einer Selicha-Handschrift in Folio, — ein Fragment, das laut freundlicher Auskunft des Herrn Seminarrabbiners Dr. Lewy in Breslau dem ת״שב״/ן des Schülers It. Meir’s von Rothenburg angehört; endlich auch die Abdrücke zweier Blätter einer Jeruschalmi- Handschrift, die einige werthvolle Varianten darbieten. 1) Vgl. Monatsschrift,, 88. Jabrg., S. 167.

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