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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 6 · p. Seite 250

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 6
Article
Noch einmal das räthselhafte Wort in Saadja's Agron
Date
1895-01-01
Page
Seite 250 (sequence 4)
Language
German
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250 Noch, einmal das räthselhafte Wort in Saadja’s Agrön. Ich bemerke nur noch, dass Iba Koreisch bei seiner Vergleichung der Yerbalformen im Hebräischen, Aramäischen und Arabischen ebenfalls das Mnemonikon איתן (für איבת) anwendet (Risäle, S. 93, Z. 19), während z. B. der karäische Lexikograph David b. Abraham die alphabetische Gruppirung אינת hat (s. mein: Die gramm. Terminologie des Hajjüg, S. 34, Anm. 2). Einen anderen Einwand muss ich aber jetzt selbst gegen meine Erklärung Vorbringen. Die Buchstaben בשלום כה lässt nach dieser Erklärung Saadja sowohl an den Anfang des Substantivs als an den des Verbums hinzutreten. Nun aber erfahren wir durch Dünasch b. Lab rät, dass Saadja eine Regel aufstellte, wonach von den genannten sieben Buchstaben nur הוש dem Verbum präfigirt werden. In No. 114 seiner Kritik Saadja’s (ed. Schröter, p. 39, vgl. p. 43, No. 124) sagt Dünasch: ואמר לא יבא על המעשים מן בהוכלמש בלגת הוש. Dunasch selbst widerlegt das und meint, dass wie ה zum Perfectum treten kann (z. B. ההלבוא Jos. 10, 24), auch die Präpositionen בבלט mit dem Perfectum verbunden werden können. Diesen "Widerspruch zwischen der von Dünasch mitgetheilten Ansicht Saadja’s und seiner im Sinne meiner Erklärung im Agrön ausgesprochenen Meinung können wir so lösen, dass wir annehmen, Saadja sei später, im Buche von der Sprache, aus welchem Dünasch c-itirt, von seiner im Agrön geäusserten Meinung abgekommen. Im Agrön befand er sich noch auf dem Standpunkte, welchen nachher Dünasch ihm gegenüber vertreten sollte. "Wem diese Lösung des Widerspruches zu gewaltsam erscheint, kann noch viel einfacher sagen, dass die von Dünasch citirte Regel Saadja’s sich auf das Verbum finitum, näher das Perfectum beziehe, während er im Agrön auch den Infinitiv im Auge hat, bei dem ja die Buchstaben בבלט vorzugsweise als Präfixa fungiren. Herr Baron David Günzburg in St. Petersburg macht in einem an mich gerichteten Schreiben einen anderen beachtenswerthen Vorschlag zur Lösung des Räthsels in Saadja’s Agrön. Er geht davon aus, dass הפך eine lieber- Setzung des arabischen צרף sei, womit die grammatische!Flexion (Conjugation) des Verbums bezeichnet wird. Demnach ־würden die Wrorte bei Saadja, so führt Herr von Günzburg aus, wenn er sie arabisch geschrieben hätte, so lauten:

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