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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 6 · p. Seite 249

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 6
Article
Noch einmal das räthselhafte Wort in Saadja's Agron
Date
1895-01-01
Page
Seite 249 (sequence 3)
Language
German
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Noch einmal das räthselhafte Wort in Saadja’s Agron. 249 ist die Bezeichnung ־ יפרדתand הפרכה für Nomen und Verbum ungewöhnlich uud um so auffallender, als יסוד kurz vorher zur Bezeichnung der Wurzellaute, und הפך ebenfalls in an־ derem Sinne, aut' die Wandelbarkeit der Functionsbuchstaben angewendet ist. Doch kann die Ungewöhnlichkeit des Ausdruckes nicht als wirkliches Argument gegen die Erklärung angeführt werden, wenn diese nur sonst befriedigt. In der hebräischen Einleitung zum Agrön ist die Ungewöhnlichkeit des Ausdruckes auch sonst bemerkbar; Saadja gebraucht in diesem Prosastücke Wörter und Wendungen, die für unseren Geschmack gekünstelt sind, ihm aber und seinen Zeitgenossen, die die Poesie Kalir’s und anderer liturgischer Dichter bewunderten, als Verschönerung des Stiles galten. Ich führe aus dem kurzen und im Allgemeinen leichtverständlichen Stücke einige Beispiele dafür an. להקת שערה (p. 52, Z. 9) .(11 ,56) מתר עד־־תו "(12 ,54) הגר חנפית ,(4 ,53) מנצר כנם בודאי לבי. Scheinbar schwerwiegender ist der zweite Einwand Castelli s, dass ja die Buchstaben איתן auch beim Hauptwort als präfigirte Buchstaben Vorkommen, indem sie als Präformativa zur Wirrzel hinzutreten und Nomina wie נמבזה יתקוה ,יצהר אצבע bilden; dennoch lasse ich Saadja sagen, dass diese vier Buchstaben nur beim Zeitwort präfigirt werden. Eine vollständig befriedigende Antwort vermag ich auf diesen Ein wand nicht zu ertheiien. Doch muss man annehmen, dass Saadja die Function der vier Buchstaben zur Bezeichnung der Person im Anlaute des Imperfectums anders angesehen hat, als ihre Bolle bei der Bildung von Substantiven. Ihre Function bei den letzteren ist keiner bestimmten Begel unterworfen und hat auch keine sichere Bedeutung, ־wie ihre Function als Pro־ nominalpräfixa des Verbums. Ihre Function als Präformativ des Nomens ist auch in der vorhajjügisehen Zeit nicht immer erkannt worden. So führte Menachem b. Sarük Wörter wie אכוב אמתחת ,אפרה ,אורה u. s. w. in besonderen Artikeln unter den mit א beginnenden Wurzeln an. Ebenso ist ihm יצהר eine besondere Wurzel. Beim Nomen werden die Präformativa zu Bestandteilen des Wortstammes, wie das in seinem System Menachem b. Sarük (Machbereth 2a) für Wörter mit ת, wie תכלית «תבונה etc. ausdrücklich angiebt. — Hin־ gegen sind die Buchstaben איתן beim Verbum behufs genau bestimmbarer Functionen dem Verbum angefügt, ganz so wrie die Buchstaben בכלם und הדש beim Verbum und Nomen.

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