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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 5 · p. Seite 205

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 5
Article
Die Thargumim zur Thorahlection am 7. Pesach- und 1. Schabuoth-Tage
Date
1895-01-01
Page
Seite 205 (sequence 13)
Language
German
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Die Thargumim zur Tlioralection. 205 für das zweite findet sich zunächst nach Onkelos עד דיעברון עמא האילין די פרקת ית מגי דיורדנא und vor מניותיה דיורדנא aus Ps. Jon. מניותיה דיובקא, ferner nach Ps. Jon. ער ומן דיעברון •עמא האילין דקנית לש׳ חרתין אידייך שכלילו יתיך, Ps. Jon. 15, 17 und hiernach auch C. Y. C. N., Agg׳., C. P., M. Y. nach Mechiltha: כשבא לבנות בית המקדש כביכול בשתי ידיו; vermuthiieh ist auch Onkelos hiervon beeinflusst, da sonst ידך wohl kaum beibehalten wäre. Dass schliesslich von Ps. Jon. ausser Onkelos und Midrasch noch eine dritte Quelle benutzt worden ist, zeigt sich schon auf den ersten Blick, es braucht daher nicht erst durch Bei־־ spiele bewiesen zu werden. Da aber diese dritte Quelle die Merkmale der als Thargum jeruschalmi bekannten Recension aufweist, so ist sie ebenfalls als jerasalemisches Thargum bezeichnet worden. Aus dem Gesagten geht nun zur Genüge hervor, dass wir für den Meeresgesang und den Dekalog weder das palästinische noch das babylonische Thargum in seiner Ursprungliehen Gestalt besitzen. Denn nicht nur Ps. Jon., sondern auch C. P., C. V. etc. enthalten Laa., welche deutlich auf eine Abhängigkeit von Onkelos hinweisen. Aber auch in Onkelos finden sich Uebersetzungen, welche auf die palästinische Haggadah zurückgehen. Hierher gehören die bereits erwähnten Beispiele aus 15, 1. 7. 8. 9. 16 und vielleicht Y. 17. Perner sind hier noch besonders zu erwähnen Ueber- Setzungen wie: 2 ,15 ואבני ליה מקדש nach Mech.: ר׳ יוסי בן דורמסק־ת אומר אעשה לפניו מקדש; und der Zusatz zu 20, 5 כד משלמין בניא למחטי בתר אבהתהון nach Mech ib. הא כיצד רשע בן רשע וכר. Es erübrigt schliesslich nur noch, die Frage zu beant- Worten, woher die in C. V״ C. N. und den Agg. vorliegenden Fragmente stammen, und in welchem Verhältnisse sie zu den übrigen Thargumim stehen. Bacher hat in Bd. 28 der ZDMG diese Frage vermutungsweise bereits dahin beantwortet, dass dieselben Varianten aus dem Thargum jeruschalmi zu Onkelos darstellen. Bacher konnte hier nur eine Yermuthung aufstellen, weil er ja ein vollständiges Exemplar des in Frage kommenden Thargum jeruschalmi nicht kannte. Nun aber besitzen wir gerade zu den hier behandelten Abschnitten ein solches vollständiges Exemplar des Thargum jeruschalmi im C. P., und bei einem Vergleiche dieses und der Fragmente mit Onkelos stellt sich heraus, dass die Ansicht Bacher’s in

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