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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 4 · p. Seite 177

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 4
Article
Das Targum zu dem Achtzehngebete
Date
1895-01-01
Page
Seite 177 (sequence 3)
Language
German
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Das Targam zu dem Achtzehn gebete. 177 dem Sohar (entstanden am Ende des 13. Jahrhunderts) ist er vertraut. Der häufig wiederkehrende Ausdruck כד״קא יאות, und אוקמוה חברייא (in פלד) לנו) sind typische Redensarten des Sohar und der Tikkunim. Ganz auf dem Sohar basirt die stelle in ואנן מצלינן קדם מרן דיסתכי ממדור קודשיה לרחמא :ראה לשכינתא דאיהי בנלותא עמן . וכדי ירחם קודשא כריך הוא על ברת י ה בת שבע אמיה דשלמא מלכא . בכין ירחם עלנא עמה ... ולבנך מסכינא ... Der Sohar nennt nämlich die Schechina ברתא דמלכא (11, 94 b) und 248 ,1) בת שבע אם שלמה b; in, 37. 38 b; Tikkunim 36). Es unterliegt somit keinem Zweifel, dass der Paraphrast die Kabbala und den Sohar gekannt hat 1). Das in Rede stehende Targum zu dem Achtzehngebete dürfte in Jemen entstanden sein. Dafür spricht der Umstand, dass es in einer Jemen’sehen Handschrift auftaucht, und dass von ihm sonst keine Spur zu entdecken ist. Ferner steht der Ritus, dem der Paraphrast folgt, demjenigen des Siddur aus Jemen am nächsten2). Dieser ist der Ritus Maimuni’s, dem die Juden in Jemen in Allem folgen3). Ein Siddur aus Jemen besagt ausdrücklich, er sei nach Maimuni eingerichtet4). Nun entspricht auch unsere Paraphrase in wichtigen Punkten dem Ritus Maimuni’s. Mit ihm hat sie ברכנו ד אלהינו בכל מעשה ידינו und nicht ברך עלינו ד׳ אלהינו את השנה הזאת; wie er liest sie תשכון בתוך ירושלים, und nicht ולירושלים עירך. Noch ein Umstand ist zu beachten. Die Paraphrase hat im Anfänge des Gebetes אדני שפתי תפתח, und am Schlüsse desselben יהיו לרצון, zwei Stücke, welche Maimuni nicht bringt, weil sie erst in späterer Zeit dem Gebete einverleibt wurden. Dagegen bringt jedoch unsere Paraphrase nicht das ebenfalls erst in später Zeit dem Gebete hinzugefügte אלדד נצור לשוני. Diese Inconsequenz erklärt sich dadurch, dass dieses Stück in Jemen, oder in gewissen Städten dieses Landes, überhaupt nicht in das Achtzehngebet aufgenommen wurde, denn ein קלוש, wo die Terminologie ... an jüngeren Gedankengang erinnert. Ob dieses im Laufe der Zeit später hin ein getragen, oder ob es alten Ursprunges und gnostischen Einflüssen (!) zu verdanken ist, will ich unentschieden lassen (S.83). Was den Gnostikern nicht Alles auf Rechnung gestellt wird! 1) Gegen die Versicherung GastePs: ״Im Targum ist noch keine Spur von dieser kabbalistischen Hermeneutik zu entdecken“ (S. 84). 2) Gaster, S. 88. 3) S. meinen Eldad, S. XVII und Nachm ani in תשוהות הרמבדם (ed. Leipzig) 9a. 4) S. de Gunzbourg, R. d. E. j. XVII, 47. Vgl. Ibn Saphir I, 57. 12 Monatsschrift•. 39. Jahrgang־.

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