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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 4 · p. Seite 178

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 4
Article
Das Targum zu dem Achtzehngebete
Date
1895-01-01
Page
Seite 178 (sequence 4)
Language
German
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178 Johann Peter Spaeth (Moses Germanus), der Proselyt. Siddur aus Jemen in der Bodlejana (Ood. 1145) bringt nicht אלדד נצור!). Erwähnt sei noch, dass der Sohar sich in Jemen von jeher einer grossen Beliebtheit erfreut2), und dass die dortigen Juden die aramäische Sprache mit Eifer cultiviren 3). Es steht daher der Annahme nichts im Wege, dass unsere Paraphrase in Jemen verfasst sein mag. Die Paraphrase hat wohl nie liturgische Bedeutung gehabt. Wäre sie, je von einem Meturgeman, gleich den Targumim zu den heiligen Schriften, recitirt worden4), so müsste sie in irgend einem Siddur Platz gefunden haben. Die Handschrift, in welcher Hr. Gaster die Paraphrase entdeckt hat, enthält kein einziges Stück, welches für den Gottesdienst bestimmt wäre. Wien, 20. November 1894. 1) Neubauer, Monatsschrift, 1871, S. 321. Auch im Eitus gewisser griechischer und romanischer Gemeinden fehlt אלדד נצרר (Zunz, Eitus, 79). Ein anderer Siddur aus Jemen scheint dieses Stück anzuführen, 8־. Neubauer, Catalogue Bodl., Cod.. 2498. 2) S. Neuhauer JQE. III, 616 und Ihn Saphir I, 55h. Abraham b. Salomo (lebte zwischen 1380 und 1500) citirt den Sohar (H. B. XIX, 138), aber es ist zweifelhaft, oh er in Jemen gelebt hat (Neubauer das. S. 613). 3) Sie besitzen רחמנא in aramäischer Sprache (Steinschneider, Katalog Berlin, S. 120. 121). Ihn Saphir (I, 62h) versichert, die Jaden in Jemen beherrschten das Aramäische besser als das Hebräische. *) Gaster (S. 84) wirft diese Frage auf und glaubt, sie müsse bei dem heutigen Stande unseres Wissens unerledigt bleiben. Johann Peter Spaeth (Moses Germanus), der Proselyt. Ein Culturbild aus dem siebzehnten Jahrhundert. Von D1\ N. Samter. Quellen. Die Quellen über das Leben J. P. Spaeth’s sind seine Schriften und die Berichte von Zeitgenossen. Yon seinen Schriften, welche in Wolfs Bibliatheca Hebraea (III, 741), in ZedleYs Universal-Lexikon aller Wissenschaften und Künste (XXXYIII, 1399) und in Fürst’s Blbliotheca Judaica (I, 63) vollständig verzeichnet sind, haben mir folgende Vorgelegen;!. Sendschreiben eines gewesenen Pietisten, der sich seihst

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