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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 4 · p. Seite 176

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 4
Article
Das Targum zu dem Achtzehngebete
Date
1895-01-01
Page
Seite 176 (sequence 2)
Language
German
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176 Das Targum zu dem Achtzehngebete. selben zu Ergebnissen, welche, wie mir scheinen will, vor der Kritik nicht bestehen können. Ich will in den folgendn Ausführnngen den Versuch machen, der interessanten Paraphrase diejenige Stellung in der Litteratur anzuweisen, welche ihr meiner Meinung nach in Wirklichkeit gebührt. Die Paraphrase darf keineswegs zu den palästinischen Targumim gezählt werden. Der Text der Gebete, welcher dem Bearbeiter vorlag, ist nicht der Text der palästinischen Juden. Diese vereinigten ולירושלים (in manchem Ritus תשכין beginnend) mit את צמח דלל zu Einer Benediction, um die Zahl 18 nicht zu überschreiten 1), während unser Paraphrast diese Absätze trennt und 19 Benedictionen hat. Die 17. Benediction lautet in Lev. r. c. 7: רצה אלהינו שכון בציון מהרה יעבדוך ככיך, der Paraphrast aber liest wie wir: רצה ד׳ אלהינו בעמך ישראל ובתפלתם. Das Achtzehngebet schliesst in Lev. r. c. 9 und in anderen älteren Schriften: 2 עושה השלום), der Paraphrast hatte yor sich: המברך את עמו ישראל בשלום, denn er schliesst mit: 3 בחך יי״י דאת מבריך לעמך ישראל בשלם). Es steht somit fest, dass die Paraphrase nicht in Palästina entstanden sein kann. Ebensowenig ist die Sprache die syrisch-palästinische, vielmehr entlehnt unsere Paraphrase, wie alle aramäischen Machwerke des späten Mittelalters, Ihre Ausdrücke den verschiedensten Dialekten. Reben den syrisch - palästinischen Partikeln בנין und ארום hat sie auch die babylonischen בדיל und 4 ארי); auch kennt sie גרידא (in אתה קדוש) und קורטמן (in אתה חונן) des babylonischen Talmuds. Das späte Alter verrathen auch monströse Formen wie יכילתא und לדין. Der Verfasser lebte vermuthlich nicht vor dem 14. Jahrhundert. Er kennt schon die Terminologie der Nach-Maimunischen Periode wie z. B.: אכותא תכליתא וצורה (in ף השגחה ,(אתה קדוש und מבע (in ף(אתה חונן. Ja auch mit 1) S. E-apopoTt, Zusätze zu Kalir, Anm. 33 und S. B&er עבודת ישראל z. St., vgl. Gaster S. 83. 2) S. Zunz, G. Y.* 2 * 4 5 6, S. 382 und Baer ad 10c. 3) Unbegreiflich ist es, wie Gaster von der Paraphrase das Gegentheil aussagen kann: ״und schliesst mit עושה השלום wie im alten Midrasch“ (S. 83). 4) G. beruft sich (S. 81) auf בגין und אדום, übergeht aber die baby- Ionischen Formen mit Stillschweigen. 5) לאשגחא לכא בברכתך כיומיא דהויתא . . . ברכן לעלמא מאשנגחתיה (in ברכנו). 6) Gaster nimmt nur an der Terminologie in אתה קדוש Anstoss und sagt: Stutzig macht mich bloss die obenerwähnte Stelle zu ,אחד

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