Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Vertretung der jüdischen Wissenschaft an den Universitäten
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829668-2829673-2878921--26190-2878951- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Vertretung der jüd. Wissenschaft an den Universitäten. 163 gewesen wäre, mit einem Worte angedeutet wird, dem Buche Alfred Hilgard’s Die Urkunden der Stadt Speier (Strassburg 1885, 4°) einfach entnommen, wo der Herausgeber sie bereits einmal entziffert und übersetzt hat. Aber was bedeutet der Wiederabdruck der Urkunden gegen die beharrliche Wiederhohmg der entstellendsten Yerstösse! Vor neun Jahren habe ich in der Frankel-Graetz,sehen Monatsschrift 35, 517 ff. bereits, um einen Ausdruck Wolthausen5 s zu gebrauchen, das Umgeziefer von diesen Blättern gesäubert, aber sie erscheinen getrost von Heuern mit demselben schmückenden Ueberzug, wie um die Wahrheit zu beleuchten, dass jüdische Litteratur mit Ausschluss der 0Öffentlichkeit gemacht wird und mit ihrem Geräusche den Frieden der Olympier auf dem Katheder und in den Akademieen nicht stören kann. So müssen sich denn die armen Juden von Speier wieder einmal die Selbstbeschimpfung gefallen lassen, dass in ihrer eigenen Unterschrift sie sich bezeichnen sollen als ״die, welche zwischen den Krambuden sind.“ Oder klingt es jetzt vornehmer, wenn sie von sich sagen: ״ceux, qui sont entre les. boutiques (p. 53 und 55) Einmal ist das Wörtchen כל und in einer zweiten Urr künde das Wort לאותם nachgetragen worden, es muss also am Ende wiederholt werden: כל דביני חטי und לאותם דביני חטי d. h.: die zwischen den Zeilen stehenden Worte כל und לאותם gehören dem authentischen Texte der Urkunden an. Unbekannt mit diesem geläufigsten aller Vermerke aus חטי die Unform חטי herausbuchstabirend, hatte der Herausgeber dort bereits ein sonst herrliches Buch entstellt. Und trotz dieses erbarmliehen Endes der Kramläden sehen wir sie in ■den französischen Bau von Neuem ihren Einzug halten. Doch neinז P. 53, n. 2. hören wir: ״On m’a propose de lire לאותם לביני חשי, et dans ce cas on doit traduire: nous avons signe etc. tont ce qui est contenu dans ces lignes“. Das heisst dann in der That den Teufel mit Beelzebub austreiben und ein Missverständnis durch ein noch gröberes beseitigen. : Alle Irrthümer und Fehllesungen sehen wir hier wiederkehren, ach, es fehlt kein theures Haupt! Da ist wieder נכתויא zu lesen, und מד\רדא, in dem ich Monatsschrift 36, 92 ft. Herde oder Hördt oberhalb Speier erkennen gelehrt habe, wuchert unverstanden und unübersetzt weiter. Ueber das zwölfte und letzte ״Document“, den Papyrusfetzen auf Tafel VII, kann hier hinweggegangen werden. Herr Prof. J. Karabacek, der erste Kenner und Beherrscher dieses Gebietes, hat in der Wiener Zeitschrift, für die Kunde des Morgenlandes 1894, 293 f. darüber geuitheilt, ״dass’Herr Merx, 11*