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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 4 · p. Seite 160

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 4
Article
Die Vertretung der jüdischen Wissenschaft an den Universitäten
Date
1895-01-01
Page
Seite 160 (sequence 16)
Language
German
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160 Die Vertretung der jüd. Wissenschaft an den Universitäten. verachtet, jüdische Litteratur einfach übersehen werden. Heisst das aber wirklich ungestraft, wenn Tochter Eppele der Bath» losigkeit ob des einfachen Namens Buonafiglia als Muse der Epigraphik zu Hülfe kommt! Aber vier Nummern weiter erscheint der Name Baonafila bei Lewysohn Nr. 57 schon 1216 in Worms. Eine Vergleichung der hier veröffentlichten Epi» taphien mit denen Lewysohn’s zeigt übrigens, dass Nr. 1 bereits daselbst Nr. 51, Nr. II eb. Nr. 2, Nr. III eb. Nr. 4, Nr. IV eb. Nr. 49, Nr. Y eb. Nr 55, Nr. XI eb. Nr. 52, XII eb. Nr. 53, und Nr. XIII eb. Nr. 54 längst veröffentlicht war. Die neuen Lesungen zeigen aber auch in mehr als Einem Falle einen Fortschritt über Lewysohn hinaus. So ist Nr. 2 statt des offenbar falsch entzifferten Datums: בא כא בטבת תתטב jetzt richtig: בא באב שנת תתמג eingesetzt, ebenso in Nr. 4 בב ד באלול in בכד באלול verbessert. Unzweifelhaft sind auch die Berichtigungen gegen Nr. 55, wo für מחולל zu lesen ist ומהולל und das Datum!חתקמד, wie klar auf dem Steine für תתקכח zu lesen ist. Nur muss das Jahr 1184, nicht 1185 (p. 45) lauten. Für Nr. XIII war aus Lewysohn, p. 89 zu ersehen, dass die unmögliche Form תצוד נפשה durch תנוח נפשה zu ersetzen ist. Ebenso unwahrscheinlich und auf einem Druckfehler beruhend ist die Formel in Nr. X: יהי* נוחתה בעדן. Die Namensform בלט in diesem Epitaph, die sogar eine Digression über jüdische Namen in Nr. 1 veranlasst, hätte bei einiger Litteraturkenntniss richtig umschrieben werden können. ״Balt“ ist kein nachweisbarer Name. Wir stehen hier vielmehr dem vielbesprochenen Eigennamen Bellet gegenüber, über den u. A. Berliner, Magazin, I, 78, III, 60, בית תלמוד, ed. Weiss, 11, 205, Löwenstein, Geschichte der Juden am Bodensee, p. 111 und W. H. Lowe, the Memorbook of Nürnberg, p. 23 zu vergleichen sind. In schlechterem Zustande als die Wormser sind die Mainzer Inschriften erhalten. Nr. II stammt aus dem Jahre 1217, nicht 1218. Nr. IY soll nach einer unlesbaren, offenbar weggebrochenen ersten Zeile mit den Worten beginnen: עולמים קני ברחמים. Von diesem unmöglichen Hebräisch wird p. 50 sogar eine Uebersetzung gewagt: ״Dans la demeure eternelle a ete re9ue, par la misericorde“. Das zweite Wort lautet deutlich: PP- Darnach ist, wie sofort klar ist, nach dem besonders durch zahlreiche Beispiele aus‘ Worms belegten Gebrauche, zu er־ gänzen und zu lesen: צור] עולמים קב[ל ברחמים Hort der Ewig־ keit, nimm auf in Barmherzigkeit die Seele der Jungfrau Gut־

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