Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Vertretung der jüdischen Wissenschaft an den Universitäten
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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Die Vertretung der jüd. Wissenschaft an den Universitäten. 157 als zu wiederholend bezeichnet werden sollte, also:;בו, יבנו רצ d. h. a. s. w. bis zu Ende. Die Formel scheint einem Brautgesange entlehnt zu sein, wie wir deren mehrere erhalten haben (vergl. EE J XXIV, 289 f. und XXVI, 283 f.). Der Vater der Braut1) soll Ibrahim al-Atoud heissen, ein Name, mit dem Xichts anzufangen ist. Er heisst aber deutlich Z. 4 אברהים אלאסוד, also der Schwarze, einer der häufigen Zunamen, die in einer Welt ohne eigentlichen Familiennamen so oft deren Stelle vertreten. Den eigentlichen Prellstein des Verständnisses bilden hier in Z. 5 die Worte, die in der Transcription p. 40 Z. 1 lauten: ונדת בינת מא כפוב ומשא. Wie aus einer Pandorabtichse sehen wir aus diesen angeblich fünf, in Wahrheit vier Worten, p. 41 Ende, die Uebersetzung auffliegen: ״Elle a trouve une preuve pour demontrer le montant de la somme stipulee ä Foccasion des negociations de son mariage et le montant de ce qu’elle a repu“. In der Anmerkung p. 42, n. 1 werden wir in das Geheimniss dieser Uebersetzung durch den Orakelsprach ein geführt, כטוב sei arabisch, ומשא hebräisch, mit anderen Worten: mystificirt. NTnn war es aber vor Allem klar, dass ל in dem angeblichen לגדת ,,und“ bedeuten müsse, da die Construction des Satzes es unabweislich fordert. Ferner ist statt des sinnlosen בינת מא mit den klaren Zügen der Vorläge das gar nicht misszuverstehende בינהמא in Einem Worte einzusetzen. Hinter ומשא fehlt offenbar, wie die ständige Zeilenlänge der Urkunde lehrt, etwa Ein Buchstabe. Für jede bessere Erklärung von vornherein dankbar, lese und übersetze ich daher die fraglichen Worte mit allem Vorbehalt: וגרת ביגהמא כפזוב ומשאנק ,,und es waren zwischen beiden (Ehegatten) Händel und Streitigkeiten vorgekommen“. Aus diesem Grunde war die Frau eben vor Gericht erschienen, um Hülfe zu verlangen, —!מפתגיתד nicht: ״en se plaignant“ — da ihr Gatte ihr den Ehecontract entrissen und sie geschädigt hatte — אפסדהא nicht: ״quil Fa detruite (ou perdue?)“ —, so dass Zwistigkeiten entstanden, und um sein Erscheinen vor dem Gerichtshof zu erzwingen. So lese und verstehe ich nämlich das erste Wort der sechsten Zeile, das אכרהא gelesen und unglaublicher Weise p. 43, Z. 1: ״il lui reste“ übersetzt wird (also etwa: ihr Anderes oder Uebriges). Es ist aber offenbar hier מכרהא zu lesen und zu erklären, wofür in correcterer Sprache מכדהתא zu sagen gewesen wäre. In Z. 7 wird darum 1) Zum Namen der Braut פתאלבל vgl. die in MaimunFs Kesponsen überlieferten Namen סתאלטרף, No. 152, und סתולה, No. 240.