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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 3 · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1894-01-01
Page
Seite 135 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 135 zweiten Sephira (רודן). In der That lesen manche Codices רוח statt רום Elieser ha-Darschan, der die zweite Red. commentirt hat1) hat im Texte: . . 4 חמש חתם רוח, בירר שלש פשוטות und in seinem Commentare dazu heisst es: 2חתם רוח, כלומר כיצד חתם הרוחות). Auch RABD in Eschkol I, s. 11, citirt דוח. Eed. I konnte nicht רום in רוח emendiren, und damit auf die zweite Sephira anspielen, denn sie hat dort nicht den Passus vom Raume. Der Paragraph von den 6 Sephirot lautet daher in Red. I in älteren Codices und hei manchen Commentatoren: ברר שלש פשוטות וקבען בשמו הגדול וחתם בחם שש קצוות ♦ [חמש] פנה למעלה וחתמו ביז־דו, שש פנה למטר, וחתמו בירה ... Man beachte dabei, dass Red. 1 bloss פנה למעלה וחתמו, פנה למטה וחתמו hat, ohne חתם רום, חתם תחת wie Red. II verauszuschicken. In einige Texte der ersten Red. hat sich die Fassung der zweiten Red. mit kleinen Varianten eingeschlichen, und neben ♦ * ♦ חתם רום פנח למעלה וחתמו finden wir in denselben auch die Lesart רוח. In der ed. princeps lautet der Paragraph: חמש שלש אותיות מן הפשוטות חתם רוח בעד (ברר?) שלש וקבען בשמו הגדול יהיו וחתם בהם שש קצוות פנה למעלה וחתמו ביה״ו ♦ שש חתם תחת . 4 . פנה למטה וחתמו בירה. Auch Cod. Wien 73 hat רוח, vgl. Barsillai zur Stelle. In den späteren Editionen steht schon wieder רום• Man sehe sich jetzt diesen Paragraphen bei G־. (I, 13) an. Beide Redactionen und Varianten zu ihnen sind durcheinander gemischt; die Lesart רוח ist nicht vermerkt, und zur Erklärung der Varianten verliert Gr. kein einziges Wort. Dagegen sagt er (Nota 20) ohne jede Begründung: ״Die Varianten C und D (also der II Red.) sind zweifellos falsch.“ — Das bisher Gesagte betrifft nur die Texte, welche uns vorliegen. Eine andere Frage ist es, wie beide berührte Paragraphen ursprünglich gelautet haben. Da wir es im Absatz von der zweiten Sephira nicht mit geringfügigen Varianten, sondern mit wesentlich verschiedenen Behauptungen zu thun haben, so möchte ich daraus schliessen, dass der ursprüngliche Text keine von Beiden enthalten habe. Wenn sie später von verschiedenen Abschreibern hinzugefügt wurden, so ist es erklärlich, warum sie von einander so ah weichen. Ihrem Einschiebsel gemäss, mussten sie auch an dem Paragraphen von den 6 letzten Sephirot jeder in seiner Art modeln. Sei dem aber wie ihm wolle, jedenfalls müssen die uns vorliegenden zwei Redactionen streng auseinander gehalten werden. Auch darf die Lesart רוח nicht verschwiegen werden. G. hat es hier, wie in vielen anderen Fällen anders gemacht, und daher ist sein Textfürkritishe Zwecke total unbrauchbar. ־v S. 26 meint G.: ״die Saadjanische Recension ist zwar in acht Abschnitte getheilt, dagegen aber haben die übrigen uns bekannten sämmtlich sechs Abschnitte.“ Dies ist unrichtig, denn Barsillai und Pistorius haben 5 Capitel, so auch manche Handschrift3). Das 4. Capitel ist der Geschichte des Buches gewidmet. Die Behauptung von der Existenz des Buches in der tannaitischen Periode (S. 29) beruht, wie wir wissen, auf einem falschen Citate Francks (s. oben S. 47). Dagegen sind die wirklichen Spuren des Jezira-Buches in den Eechalot, der Baraita des Samuel u. 8. w. ausser Acht gelassen. Dass Elijahu ha-Saken einen Commentar über das J.-B. geschrieben habe (S. 30), beruht auf einem Citate Botarels, der als Lügner bekannt ist# 1) S. Monatsschrift, XXXVIL S. 460. 2) Botarel hat hier wie an vielen anderen Stellen den Commentar Eliesers abgeschrieben, 3) lieber die Anordnung Saadja’s s. Monatsschrift, XXXVII, 119.

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