Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829668-2829672-2878851--26155-2878907- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
136 Besprechungen. G־. weiss es (S. 43), und doch führt er uns die Creaturen Botarels hei jeder Gelegenheit vor. Das 5. Capitel behandelt die Bibliographie. Ich will hier die Angaben G’s weder controlliren noch ergänzen; dies ist Bache der Bibliographen von Bach. Doch kann ich folgende sachliche Bemerkungen nicht unterdrücken. G. schreibt: Nach einigen Bibliographen habe ESA (Saadja) das B. J. auch in's Arabische übersetzt. . in dem von Lambert edirten Commentar ist der Text nur in hebräischer Sprache erhalten (8. 37). Durch einen einzigen Blick in den Commentar Saadja’s hätte sich G .diesen Unsinn ersparen körnen: auf jeden Paragraphen folgt die arabische Uebersetsung. Der Commentar des E. Elieser (nicht Elasar) ha-Darschan befindet sich nicht in München, wie G. angiebt, sondern in Leipzig. G. ist es unbekannt, dass der complette Commentar des E. Eleasar Kokeaeh im Jahre 1889 in Przemysl erschienen ist Als er dieses Capitel schrieb, kannte er weder die Arbeit Steinschneiders im Magazin 1892 noch meine Arbeiten in der Monatsschrift 1893. G. bat also in den letzten zwei Jahren diese, für die jüdische Literatur so wichtigen Zeitschriften nicht gelesen. In der Vorrede kennt er bereits die erwähnten Arbeiten, nur meint er: ״diese betreffen aber grösstentheils nicht das Buch selbst, sondern die Commentare derselben“ (8. VI). Dieses Urtheil entspricht aber nicht der Wahrbeit, denn die ersten beiden Capitel meiner Studien über das Jezira-Buch sind ausschliesslich der Geschichte des Textes gewidmet1). Schliesslich noch einige Bemerkungen zu der Uebersetzung, Das Wort צרפן übersetzt G. bald: er läuterte sie (II, 2, IV, 6 ff.), bald: er verschmelzte sie (III, 8, IV, 8), bald: er schmelzte sie (V, 3). Die Eathlosigkeit rührt davon her, weil G. dem Worte dessen biblische Bedeutung belassen möchte, während es in Wirklichkeit in der späteren Bedeutung von vereinigen, combiniren, gebraucht wird. (8. Note 23 11. 71), Ein Mal hat sich G. jedoch vergessen und übersetzte היצר צרפן (II, 5) mit: wie verband er sie. מכריע (III, und sonst) übersetzt G. ״schwankend“ (s. Anm. 27), was dem Sinne und der gewöhnlichen Bedeutung des Wortes widerspricht. III, 4 übersetzt G. תולדות ד,שמים אש, ותולדות אויר רוח ותולדות ארץ מ*ם mit: die Erzeugung des Himmels ist das Feuer, die Erzeugung der Luft ist der Wind und die Erzeugung der Erde ist das "Wasser. Das J.-B. lässt den Himmel aus dem Feuer, die Erde aus dem Wasser und die Luft aus רוח entstehen. Dem entsprechend müsste hier תולדות mit Ur- Sprung wiedergegeben werden. Die Uebersetzung G’s besagt das Gegen״ theil von dem, was das Buch sagen will. III, 7 ראש ובטן וגדיה übersetzt G.: Kopf, Bauch und Leib. Was soll hier Leib bedeuten? Da ,גויר zwischen Kopf und Bauch liegt und der Luft entspricht, so ist es klar, dass darunter der Brustkorb sammt uer Lungen gemeint ist. So sagt Donnolo (S. 47): ומן ד,נדד, ומן ד,הזד, יולד רוח. - A. Epstein. 1) Weitere Studien über das J.-B. bringt von mir die R. d. E. j., B. XXXYIII, ספר רב בעלים .. חברו.. מו״ר אברהם ז״ל בן הגאון החסיר דינמו אליהו הגד׳א) דל מודלנא) herausg. von Simon Chones. Warschau 1894, 1(31 SS. 80. Wie zum hundertsten Geburtstage Leopold Zunzens1) ist hier eiu Buch an5s Licht getreten, das die Vergleichung mit den ״gottes- 1) Die vorliegende Besprechung sollte im Augustheft des vorigen Jahrganges erscheinen, musste damals aber wegen Ma11gels_au Raum zurückgelegt werden.