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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 3 · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 3
Article
Die Thargumim zur Thorahlection am 7. Pesach- und 1. Schabuoth-Tage
Date
1894-01-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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Die Thargumim zur Thoralection. 103 auf, die von Ezechiel wiederbelebten Gebeine seien keine anderen gewesen als die der Ephraimiten, welche sich geirrt und das Ende des Exils zu früh berechnet hätten. Nun wissen wir aber aus Pirke di R. E., cap. 33, Ende (auch cit. von Jalkut Ez. 37), dass schon früher R. Josua ben Korcha bewiesen hatte, die Anzahl der von Ezechiel wiederbelebten Menschen habe GOOOOO betragen, da sowohl in Ez. 37, 10 wie in Exod. 1, 7 der Ausdruck מאל מאד gebraucht werde, an letzterer Stelle aber bekanntlich von 600 000 Menschen die Rede sei. Daraus ergab sich nun aber von selbst, dass auch die Anzahl der gefallenen Ephraimiten 600 000 betragen haben musste. Wenn wir uns daraufhin die Quellen ansehen, so zeigt uns schon die grosse Mannigfaltigkeit der Angaben, wie wenig wir auf deren Zuverlasssigkeit rechnen können. Nach Pes., ed. Buber, waren es: מאה ושמונים אלף, nach Schemoth rabba, sect. 20, ל' רבוא, nach Pirke di R. E., cap. 48, und Jalkut, sect. Beschallach cit. aus Mech (vgl. S. 102, Anm.) und endlich auch nach den Thargumim (ausgenommen Tharg. zu Ez. 37 in M. Y. pag. 167, welches מאתן ואלפין liest) waren es מאתים אלף; alle diese Angaben sind jedoch falsch und höchst wahr״ scheinlich entstanden aus שש מאות אל׳ resp. ם' רבוא. Aus dem bisher Gesagten ergiebt sich für uns zunächst die Schlussfolgerung, dass sämmtliche Yersionen, welche bereits die Zusammenstellung der in Ez. cap. 37 erzählten Yision mit der hier in Rede stehenden Sage kennen, jedenfalls nicht aus der Zeit vor Rab stammen können, da man damals noch nichts von einer derartigen Zusammenstellung wusste; zu diesen Versionen gehört auch die im Ps. Jon. uns vorliegende, welche aber wahrscheinlich noch viel später anzusetzen ist, da sie bereits den Fehler מאתין אלפין hat. Ps. Jon. wurde nun selbst wiederum die Grundlage für die Erweiterung, die sich im 0. P. und M. Y. findet. Hier kommt nämlich zunächst das weitere Moment hinzu, dass aus jenen Gebeinen auch die Trinkgefüsse gefertigt waren, aus welchen Nebukadnezzar trank, eine Ansicht, die auch Raschi anführt, im Namen von ,,Einigenu s. v. ובאו עצמות bab. Sanh. 92 b. Wer jedoch mit diesen אית לאמרי gemeint ist, das habe ich bis jetzt noch nicht feststellen können. Weiter haben wir sodann die Erzählung von der Aufersteliung der Totengebeine; und zwar ist ומקרביךגרמילו Heber- Setzung von Ez. 37, 7 (Ende) und וליו״לחלא von Ez. 37, 10; welches cap. übrigens als Haftarah für den Zwischen sabbath am Pesach verwendet wurde. (Ygl. M. Y. pag. 167). Der

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