Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die biblische Völkertafel im Talmud, Midrasch und Targum
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 13)
- Language
- German
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Die biblische Völkertafel im Talmud, Midrasch und Targum. 61 wechselt פנטסבינאי mit פנטפולוטי, weil beide Kamen den gleichen Anfang haben. Auf Spruner’s Karte ist nur ein Dodekaschoenus verzeichnet. 37) ־= נסיוטאי v7jc1ä>Ta1 ==: Inselbewohner, ist ein an sich klares "Wort, aber als geographischer Begriff sonst unbekannt. Möglich, dass die Gegend von Mendes oder Tanis gemeint ist, wo durch Nilarme, Sümpfe und Meerbusen in der That mehrere Inselbildungen sind (Mendesium oder Taniticum ostium). 38) פ״לופאי sind die Einwohner von Pelusium, am welche Stadt herum auf den Karten die Landschaft Pelusiacae verzeichnet ist. Das W"ort findet sich übrigens nur im Targ. jerusch. II. 39) פנטפללישאי — IlevTowroAixat. Pentapolis heisst die Landschaft von Cyrene mit den jünf Städten: Cyrene, Barce (Ptolemais), Euesperides oder Hesperis, Appollonia oder Sozusa, Teuehira oder Arsinoei), 40) קפוטקאי Kappadocier für Kaphtorim, eine sehr beliebte Zusammenstellung, die sich ausser in den Targumim auch noch bei LXX, Philon und den Kirchenvätern findet. Der Grund dieser Zusammenstellung ist wohl nur der leidliehe Gleichklang zwischen den beiden Wörtern. Es ist jedoch nicht zu verkennen, dass, während die Targumim in den übrigen Deutungen der aegyptischen Familie immer sich auf Xord-Aegypten beschränken, sie hier mit einem Male einen grossen Sprung machen. VIII. Die kananitisehen Völker schatten. (Genes. 10, 15—20 I. Chron. 1, 13—16.) Unter den kananitisehen Völkerschaften, deren Namen ja jedem Juden noch in der Römerzeit recht geläufig sein mussten, finden wir in der Traditionslitteratur nur sehr wenige in die damals übliche Sprache umgesetzt. Diese wollen wir einzeln in Augenschein nehmen. 41) אנתוסאי für פעי im Targum Onkelos und jeruschalmi I, richtiger in Genes, rabba cap. 37, 6 ארתוסייה, ist die Stadt 0 Epstein schreibt: Jonathan pensait sans doute ici ä la Pentapole des Philistins, dont parle Josephe (Aut., VI, 12). Jenes Pentapolis war aber nie ein geographischer Begriff, noch weniger aber denkt Jonathan daran, der nur römische Verhältnisse vor Augen hat. Im Uebrigen bin ich hier sehr oft Epstein’s Weisungen gefolgt, nnd ich finde es nicht für nöthig, dies Punkt für Punkt anzumerken.