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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 2 · p. Seite 56

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 2
Article
Die biblische Völkertafel im Talmud, Midrasch und Targum
Date
1894-01-01
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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56 Die ■biblische Yölkertafel im Talmud, Midrasch und Targum. Erklärung sowohl you Levy (Targ. Wb. I, 30b.), als auch von Epstein (Les Chamites de la Table Ethnographique, in Revue des etudes juives, XXIV, S. 88) für absurd erklärt wird. Rapoport im Erech Millin S. 59 weiss sich nicht zu rathen, Kohut übergeht das Wort, Jastrow, S. 69 denkt an Heracleotes, Epstein räth bald Alachroes, bald 00A6׳up1£. Ich schlage Marmarica vor, welche Landschaft, zwischen Egypten und Cyrenaica gelegen und von den Römern schon 74 vor Christus unterworfen, nach alledem, was wir von Put wissen, recht ־wohl damit identisch sein kann. Das Wort hätte dann folgende Verwandlungen durchgemacht: armarica (Dissimilation), almarica (ebenfalls Dissimilation), almarik (Abwertung der Endung) und darum in der Aussprache.modificirt: almarak. Für אלידורק, wofür ed. Wilkins אלניחרק hat, lese ich אלמארק. V. Die Söhne KuscIPs und ßa’ma’s. (Genes. 10, 7 1 Chron. 1, 9.) וסבא וחדלה וסבתה ורעמה וסבתכא שבא ודדן Targ. jerusch. סיביראי והנדקי וסמודאי ולובאי ודנגאיי זמרגד ומזג Targ. Chr. םידראי והכדקאי וסמראי ולובאי ודנגאי ומרג ומזגג 18) סינייראי (ed. Wilkins סידדאי, schwerlich richtig) ist unseres Erachtens ein Nonien gentilicium von Syene, einer bekannten Stadt am mittleren Nil; die Endung auf ״ראי ist wohl nur eine Nachbildung der übrigen hier befindlichen Namen (Synekdrome). Die Bemühungen Halevy’s in Revue critique, 1891, p. 463 und Epstein’s in Revue des Etudes juives, XXIY, p. 97, das Wort zu erklären, sind fruchtlos geblieben. 19) )הנדל Nomen gentilicium von 5Ivoiawyj, d. i. Indien, und zwar Indien in Afrika, südlich von Egypten, gedacht; s. die trefflichen Ausführungen von Epstein a. a. 0. S. 93. 20) םמראי (scheint richtiger zu sein als ‘,פמודא) sind die Sembritae südlich von Meroe; s. Gesenius im Thesaurus s. v. סבתא und Epstein a. a. 0. S. 93. Möglich jedoch, dass der S־Laut, der dem M-Laut häufig voran geht, hier bloss Zuschlag ist und פמדאי nur Meroe bedeuten will. 21) לובאי sind die bekannten Libyer in Nord-Afrika. Zu bemerken ist, dass Jeruschalmi I gleich darauf רעמה durch מירישינוס wiedergiebt, das ist Mauretanien (personificirt und als Mann gedacht: Mauretinus statt Mauretanus).

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