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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 10 · p. Seite 474

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 10
Article
Neue Matrialien zur Biographie R. Menachem Mendel Auerbachs
Date
1894-01-01
Page
Seite 474 (sequence 3)
Language
German
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474 Zur Biographie E, Meaachem Mendel Auerbachs. Es scheint, dass er seine Stellung als Beisitzer des RabbL nates Y0n Krakau, dem er schon 1645 in dieser Eigenschaft angehöite* 1), unmittelbar mit den! Rabbinate in Mähren vertauscht habe. Meschuiiam Salman Auerbach, sein Täter, hatte ihn wie seine übrigen Söhne, den früh verstorbenen Simeon'2) und den 1.668 als Rabbinatsassessor von Wien vor der Zeit hin״ weggenommenen R. Chajjim3) früh, auf die Talmudhochschule von Krakau geschickt. Unter der Leitung von Männern, deren Ruhm die Diaspora erfüllte und deren Ansehen schon bei Lebzeiten ein unbestrittenes zu nennen war, wie R. Joel Serkes, R. Liepman Heller4) und der unerschrockene, durch Selbstständigkeit und Tiefsinn besonders hervorragende R. Josua b. Josef5), legte hier der junge Auerbach den Grund zu seiner rabbmischen Gelehrsamkeit, die selbst hier, in diesem Vororte des Talmudstudiums die allgemeine Auf״ merksamkeit auf ihn lenkte. Juda Lob b. Mose R. Joske’s Cohen, ein angesehener und begüterter Mann in Krakau, hatte ihn! seine Tochter Rebekka zur Frau gegeben 6). In den Jahren 1645 bis 1651 erscheint sein Name häufig in den Gemeindebüchern von Krakau7). Sein Vermögen scheint nutzbringend an einzelne Kaufleute verliehen gewesen zu sein, die ihren Verpflichtungen nicht immer pünktlich nachzu״ kommen vermochten und den stillen Gelehrten zuweilen zwangen, die Hülfe des rabbinischen Gerichtshofes zur Ein״ treibung seiner Forderungen anzurufen. Seine Schwiegermutter b. Jakob aus Szebrszyn, das wirklich in Prag 1609 erschienen ist, verwerwechselt; s. Zunz, Zur Geschichte p. 286, N. Brüll in היית אוצר מספרות, ed. Gräber, 1,18 n. 2. Über R. David s. Dembitzer a. a. 0. 1, קלו a, Feinstein עיר תמלח p. 161. 1) S. Beilage 11, Nr. l; ׳.כממר״ר מעכדל יצ״ו דיין 2) S. Kaufmann a. a. 0., p. 31f. 3) Ib. 172, n. 6. 4) S. שרת האר יצחק, ed. L. Pollak (Wien 1894), No. 4. 5) Auerbach führt ihn im עטרת זקנים wiederholt als seinen Lehrer an, s. § 18, 463, 69 und 566; vgl. Dembitzer a. a. 0. II, הa. 3) Dembitzer II, i1־Sb nennt ihn irrig: R. Jakobs. Sein Seelen״ gedächtniss lautet jedoch, wie mir F. H. Wetstein mittheilt: יזכור אלהיט כשמת המנהיג כמר״ר יוסף ימודא ליה הן כמר״ר אמרן משה ר׳ יוסהש דל כ״<ן י״ט פיון תה״ל, ebenso das seiner Tochter: ונשמת מאשמ ניהע הת ממר״ר ליה הן ממר״ר משמ ר׳ יוסהש הצום גדולי׳ תיץ דל״ת לפ״ק. Auerbachs Angabe § 451: הה״ח השם חמי וקני הגאון ממר״ר מירש שור bedarf noch der Erklärung. Hirsch Schor nennt er auch § 4515: מ״ו הרה הגדול ממר״ר הירש שור. Vgl. I. M. Zunz, עיר הצדק, p. 63. ז) Sämmtliche Auszüge in Beilage II verdanke ich der hingebenden Bereitwilligkeit F. H. Wetsteins in Krakau.

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