Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die im Midrasch ha-gadol enthaltenen Perikopen-Gedichte
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 4)
- Language
- German
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890 Die im Midrasch fa-gadol enthaltenen Perikopen-Gedichte. einem Philosophen schliesst mit folgendem, persönliche Ereignisse des Autors schildernden והקשב אונך אל מאמרים׳ אשר ישנו עדי מתו ערירים, ולרשים וגם אל העשירים. אשר מזג וחלק1) לחברים, מזונותיו כמו דת מרורים2). אשד תסבול לכובד ההררים׳4) והרק את דלותו מעברים * Gedichte: שמע מני ידיד נפשי דברים ואל תלך בדרך הפתאים ואל תפנה לדברי זה וגם זה פנה אל ב ן. ישעיהו ושיחו אשר נצרף בכור עני והיו מעון עולם ואין עולם מעונו3) סבל נא את יחב עבדך נתנם(?)5) Litterar-historisch wichtiger sind die imMidrasch ha-gadol Yorhandenen Gedichte, die der Autor6) jeder einzelnen Peri- ג) In unserem Ms. ist das ו in וחלק so nahe dem ג in מזג angeschriebe^ dass auch מזגו חלק gelesen werden könnte. Wir ziehen die Text-LA. vor. 2) Ueber Ibn Jesaia’s gedrückte Lage s. S. 389, Anm. 1. 3) Mit Bezugnahme auf Deut. XXXVIII, 27 und Ps. XC, 1 deutet bekanntlich Genes. E. Cap. 68: הקב״ה מעונו של עולם ואין עולמו מעונו (s. Ar. Compl. V., 227 a, Anm. 4.) 4) Möglicherweise eine Anspielung auf ומתחת זרעת עללם (Deut, 1. c.) als ob Gott die Last der Welt unter seinen Armen trüge; יהב wäre dann Last, Bürde (Ar. C. IV, 113 b) — o) Hiermit soll wohl des Autors Name נתנאל angedeutet sein. Da aber נתנם grammatikalisch sich nicht auf יהב beziehen kann, ist vielleicht richtiger das Wort in נתנאל zu emendiren. 6) Bekanntlich schwebt noch Dunkel über der Autorschaft des Midrasch ha״gadol. Ich habe alles hierauf Bezügliche zusammengestellt in meiner Abhandlung über Aldhamäri (Notes XX, p. 10 ff) vgl. auch meine im Erscheinen begriffene Abhandlung über Ibn Jeschaia’s: ״Nur Alzulm“ p. 13 ff. Der vom Midr. אלוגיז אלמגני (verfasst 1484—1493) erwähnte מדרש אלמעלם ד א ו ד א ל ע ד נ י דר ist auch in einem jüngeren arab. hehr. Commentar (s. meine Abh., 1. c., p. 14 mit Bezug auf Steinsch ’s H. B. XX, 135) citirt mit dem Zusatz, dass dieser Midr. identisch sei mit dem Midr. ha-g. (Die das. genannte Deutung von עשרת מונים [Gen. 31,41} ist jedoch in meinem Exemplar nicht zu finden). Eine im Jahre 1495 angefertigte Abschrift (worüber weiter unten) des Buches Genesis vom Midr, harg. hat die Titelbemerkung, wie es scheint, des Copisten, die also lautet: הדא אלמדרש ליחיא ן׳ סעיד אל ע רוקי יצ*ו Dieser Ja’hja Ibn Scaid von Jrak (?) war wahrscheinlich der Besitzer, nicht der Autor des Midrach, von welchem der später zu nennende Ab- Schreiber eine Copie anfertigte. Noch sei hier eines anderen Copisten Bemerkung erwähnt, der f 25b zuLevit. in der Hs. Oxford eines ר׳ זכריה als Autors des Midr. ha-g. gedenkt (s. Dr. Neubauer Cat. 1. c. p. 815a). Hoffentlich wird H. Sch echter bald das Dunkel hinsichtlich der Autorschaft dieses Midr. endgiltig lichten.