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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 8 · p. Seite 383

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension]
Date
1894-01-01
Page
Seite 383 (sequence 3)
Language
German
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Besprechungen. 383 Bac her 1., c., 135—137) angeführten Stellen ,will ich noch besonders eine aus I. B.’s handschriftlichem Commentar zu Zach. 9, 9 mitfcheilen 1). I. Ch. bezieht nämlich diesen Vers auf Nehemia (vgl. I. E. z. Sfc.), dazu bemerkt 1. B.: הנה מלכך יברא לך וכר׳ אעתקד אח גקטילה אנה נחמ-ה בן הכליה ועמי ען מוצע אלדד עליה ליצעף אלקלרב אלמנתטרה ללגראל אלמוצוף בהדא אלוצף אלגליל מן אלכשוע ואלעדל ואלכצר• Und nachdem er nun weitläufig die Ansicht I. Ch.’s widerlegt, schliesst er mit den Worten: ואנמא אסהכת פ־י אלדד עליה ואן לב יכן אד,לא לכל הרא לאנקה' אלגהאל מן מתל מדהכה♦ Merkwürdig ist es, dass er überhaupt I. Cn. nur da anführt, wo er ihn widerlegen will, wo er sich aber seiner Meinung anschliesst, da verschweigt er gewöhnlich den!Namen I. Ch.’s, so z. B. im Commentar zu Num. 28, 20 (s. weiter), zu Jes. 61, 6 (ובכבודם חתימרו ק*ל אן אליא מיה ן מ כדלה מן אלאלף יהאמרו aus den Glossen des וא״ב, Israel. Letterbode VII, 159, wissen wir aber, dass der Urheber dieser Ansicht I. Ch. ist). Die Ursache dieses Antagonismus können wir nur auf eine persönliche Feindschaft zurückführen. Denn unmöglich war es die freie Bibelauf* fassungl. Ch.’s, welche den Zorn I. B.’s hervorgerufen hat (vgl. Bacher, 1. c., 136), da die härtesten Ausdrücke auch da nicht fehlen, wo es sich um grammatische Grundsätze handelt; ferner wissen wir, dass auch I. B. viele Prophezeiungen historisch erklärt hat, so Jes. 11 (vgl. Maimonides, מאמר תח״ת המתים, ed. Basel, 1629, f. 107 b. und Albo, עקרים, I, 1) und 25 (Comm. z. St.). Als Anhang zum ersten Theil seiner Schrift bietet uns Fuchs Auszüge aus dem Pentateuchcommentar I. B.’s, betitelt כתאב אלתרגיח, nach der Oxforder Handschrift (einzelne Stellen daraus hat bereits Neubauer in deutscher Uehersetzung mitgetheilt in Geiger’s Zeitschr. II, 158—160; V, 236—238). Wir hätten es lieber gesehen, wenn er die Fragmente vollständig abgedruckt hätte. Diese Auszüge sind höchst interessant, und sie bereichern unsere Kenntniss der älteren grammatischen und exegetisehen Litteratur. Es werden darin citirt ausser Mischna, Talmuds Midrasch und Targum noch die Massoreten Ben Ascher und Ben Naftali, die Geonim: Saadja (den er meistentheils אלממםר nennt), Mebasser (Num. 24, 7; vgl. über ihn Harkavy, Studien u. Mittheilungen V, 68ff.), Axon Ihn Sargado und dessen Pentateuchcommentar (Deuter. 21, 12), Samuel b. Chofni und dessen כתאב כסך אלשרע (ib. 30, 2), Haja und dessen כתאב אלחאוי (Num. 24, 6; Deuter. 23, 2. 27, 30). Dann die Kairuwaner: Chefez (Num. 4, 7; Deuter. 30, 2) und Dünasch b. Tamhn (Deuter. 27, 27) und die Spanier: Chajjüg, Abulwalid (den er einmal, Num. 4, 7, צאחכ כתאכ אלתשויר nennt), Samuel ha-Nagid und dessen Sohn Josef (Num. 22, 7) und Ihn Chiquitilla (ib. 15, 15). Ausserdem citirt er Grammatiker (בעק אללגייין. Num. 14, 45), Philosophen (אהל אלכפזר, ib. 9, 8) und den christlichen Bibelübersetzer (מתרגם אלנצארי, Deutr. 14, 1). Von seinen eigenen Schriften erwähnt er das כתאב הרוף אלמעאני (Deuter. 24, 20; danach hat Steinschneider die:betreffende Handschrift als das Werk I. B.’s erkannt) und das ככת אלמלרא (Num. 20, 19). Letztere Schrift ist wohl mit der von Mose Ibn Esra citirten 1) Die Mittheilung dieser Stelle verdanke ich Herrn Israels011 n in Petersburg. Herr Israelsolm hatte die Güte, mir noch andere Stellen aus dem Comm. I. B.’s mitzutheilen, in denen I. Ch. citirt ־wird. Ich werde sie nächstens anderweitig veröffentlichen.

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