Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 2)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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382 Besprechungen. und später fand Harkavy in der Petersburger Sammlung den Commentar dieses Autors zu den Propheten und ausserdem Fragmente aus dem ,Commentare zum Pentateuch, den Psalmen und Koheleth (Stade’s Zeitschr. I, 153). Nach der Petersburger Handschrift edirte unlängst Derenbourg den Commentar zu Jesaja (Revue des Etudes juives, Bd. XVII, 176 ff., vgl. Bacher in Stade’s Zeitschr. XIII, 129—155). Fuchs hat nun I. B. zum Gegenstand eingehender Studien ge״ macht, wobei ex ausser dem gedruckten Material auch die Pariser und Oxforder Handschrift benutzt hat. In der von ihm redigirten hebräisehen Monatsschrift Hachoker hat er I. B.’s Schrift über die Partikel (אותיות העניינים, arabisch:.כתאב הרוף אלמעאכי) zu ediren begonnen, uiid in der vorliegenden Schrift liefert er uns den ersten Abschnitt seiner Studien: über Lebenszeit und Charakter I. B.’s. Die folgenden Abschnitte sollen enthalten: Anlage und;Inhalt seiner Werke, seine Quellen,־ sein Auftreten hei den Späteren. Die Lebenszeit I. B.’s verlegt Fuchs mit Recht in die zweite Hälfte des 11. Jahrh., gegen Derenbourg, welcher sein Geburtsjahr c. 1020 ansetzen will (Revue des Etudes juives, NYII, 176).; Da I. B. einerseits Josef ha־Nagid, welcher 1066 ermordet wurde, bereits als verstorben erwähnt und da er andererseits Isaak Ihn Gajath, gest. 1089, als seinen Zeitgenossen bezeichnet, so muss er 1070—90 geschrieben haben. Fuch s möchte das Geburtsjahr I. B.’s nach 1050 ansetzen (S. 18), doch darf man darin nicht zu weit gehen, denn Ihn Barün, welcher am Anfänge des 12. Jahrh. geschrieben hat, begleitet in seinem כתאב אלמואוכה (ed. Kokowzow, S. 21, 48) den Namen 1. B.’s bereits mit der Formel דחמה אללה. Derenbourg stützt sich auf. ein Fragment,einer grammatischen Schrift in arabischer Sprache aus der Petersburger Bibliothek, in welchem Ihn Balcäm erwähnt wird (mitgefcheilfc Opuscules et traites d’Aboulwalid, S. XXI) und welches nach Neubauer dem כתאב אלתצאריף des Isaak Ihn Jaschüscli entnommen sein soll. Da nun Ibn Jaschüsch 448 d. H. (-• 1056—57) gestorben ist, so muss I. B. bereits vor dieser ‘Zeit schriftstellerisch thätig gewesen sein. Neubauers Annahme entbehrt aber jeder Begründung. Abgesehen davon, dass I. B. selbst Ibn Jaschüsch bereits als einen Yerstorbenen anführt und also unmöglich von Letzterem citirt werden kann, wie Fuchs S. 19 hervorhebt, so wissen wir auch anderweitig, dass das Petersburger Fragment dem 12. Jahrh angehört. Kokowzow hat nämlich in seiner Schrift über Ibn Barün (russ. Theil S. 7) eine weitere Stelle daraus mitgetheiit, in der Levi Ibn at-Tabbän, ein Lehrer Ibn Barün’s, mit der Formel רחמה אללה citirt wird. Ibn at- Tabbän lebte aber am Ende des 11. oder am Anfänge des 12. Jahrh. Yon den schriftstellerischen Eigentümlichkeiten L B.’s hebt Fuchs besonders die Schroffheit und Rücksichtslosigkeit, mit der er seine Yorgäriger behandelt, hervor und die auch von Mose b. Esra in seiner Poetik hervorgehoben wird. Er verschont sogar nicht Saadja und nennt ihn einmal einen Mann, der keine Kenntniss von 8iner Wurzel der hebräischen Sprache hat (Comm. zu Jes. 1, 7), er verschont auch nicht Abulwalid, aus dessen Schriften er am meisten geschöpft hat (vgl. Bacher, 1. c., 131—133). Am rücksichtslosesten aber behandelt er seinen älteren Zeitgenossen Mose Ibn Chiquitilla (so ist dieser Namen zu schreiben, vgl. Jellinek im Sabbathblatt, 1844, S. 140, 156), mit dem er auch persönlich bekannt war (vgl. das: interessante Gespräch über das Wunder bei Gibeon, mitgetheiit aus I. B.’s Comm. zu Jos. 10, 12 in Revue des Etudes juives, XYII, 178). Zu den von Fuchs (S. 29, vgl