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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 8 · p. Seite 338

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 8
Article
Zur Erklärung griechischer Lehnwörter in Talmud und Midrasch
Date
1894-01-01
Page
Seite 338 (sequence 2)
Language
German
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338 Erklärung־ griechischer Lehnwörter in Talmud und Midrasch. Ferner, da in der. Kilajim, Er abin und Sukka berichtet wird, dass E. Pinckas in einem Porticus mit vier Säulen und vier Architraven am Sabbath zu tragen erlaubt habe, so muss das Vorhergehende, worauf sich dieser Bericht bezieht, ebenfalls von Säulenhallen handeln; nun passt sowohl für B. b. 75, wo von Märkten die Eede ist, als auch für die Stellen im Jeruschalmi, wo von Säulenhallen die Eede ist, einzig und. allein das Wort, welches beide Bedeutungen verbindet: Markthallen, TSTpaTcXaxecat. Gehen, wir zu den Bemerkungen dos Herrn Dr. Cohn über. Das Wort טלימוסיא in Ber. r., § 88 שהיא מכתבת טרישסיא will Derselbe in דימוסיא um ändern (das vierte König״ reich), welches Steuern ausschreibt. Schon die vielen Parallel■' stellen (Ber. 1\, § 42, § 70. Midr. Schir s. v. יקול דודי sowie das Zeugniss von Aruch und Jalkut hätten Herrn C. überzeugen müssen, dass Mer טילליא zu lesen ist. Ausserdem heisst דיטופיא nicht Steuer, sondern eine bestimmte Art Steuer: die Grundsteuer, vergi. Pesikta Schekalim f. 11 a אייתי גלגלתיך אייתי דימופיך, (siehe Forbiger, Hellas und Eom, III). In Schoch, tob Ps. 12 will Herr C. lesen הטיל מולגאות ״(Hadrian) legte Steuerlisten dem Lande auf“ (wörtlich: ,,warf Steuerlisten über das Land“); allein der Zusammenhang erfordert ein Wort, welches Befehle bedeutet. So hat denn auch die Venetianer Ausgabe שלא יעסקו בתולה: es ist daher für מולגאות oder מודגלאות vielmehr פלוורגמאות zu. lesen. In demselben Psalm will Herr C. für קיטמא כולי» להבא, weiches Buber in קופסה מלאה דדנלין berichtigt hat,קיטמא דדהבא lesen, und mit ,,Goldstaub“ Überselzen. Nun heisst aber קיטמא nicht Staub, sondern Asche. in Sch. t. Ps. 10 in dem Satze מה הדיין הוד, משהן נותכין פסליו? לפניו (צ״ל לעיניו) עור אינו רואה מה נעשה soll פםליון= Armband sein. ״Wie der Bichtor, wenn man ein Armband vor ihn hinlegt, nicht mehr sieht, was vorgeht, so sagt der Thor in seinem Herzen: Vergessen hat es Gott, wie es heisst (Hiob 22, 13. 14): Du sprichst׳, was weiss Gott? kann er hinter dom Gewölk richten? Die Wolken sind ihm eine Hülle, dass er nicht sieht.“ Die begründenden Verse aus Hiob zeigen, dass nicht die Eede ist von Bestechung, sondern dass der Thor sich einbildet, Gott könne nicht sehen, was vorgeht, weil die Wolke es ihm verhüllt. So muss auch das Gleichniss sagen, der Richter könne nicht sehen, weil, sein Auge geblendet ist, weil man einen Pflock durch das Auge getrieben und nicht, weil er durch ein Armband bestochen

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