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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 7 · p. Seite 325

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 7
Article
Die Folgen des österreichischen Erbfolgekrieges für die Juden Kremsiers
Date
1894-01-01
Page
Seite 325 (sequence 3)
Language
German
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Die folgen dos österreichischen Erbfolgekrieges. 325 undt solideres sich Jederzeit undt so lang־ als wir derselben gedenken treu und ehrlich aufgeführet. Haben auch in deroselben niemals sowohl Friedens׳■ als auch bei denen hier in Land für gewesten Feunds Preussischer Krieges Zeiten einige Verrätherei so entweder wider die allerhöchste Person Ihrer zu Hang*, und Bö heim Königlichen Majestät, unserer Allergnädigsten Erbslandes Eürstin und Frau Frau, oder eben wieder dero Erblanden abzielen־!.hätten versichert worden sein zu Mehrer dessen Festhaltung־ haben das Stadtgemeininsigel an drucken lassen. So geschehen Holleschau 15. Jänner 1745.“ Es ist aus den Aeten nicht ersichtlich, welcher Gebrauch von diesen Kundgebungen gemacht worden ist, ob etwa der Fürstbischof Graf von Liechtenstein 1) diese Documente zur Kenntniss der hohen Landesstelle gebracht hat; genug, den beabsichtigten Zweck, die Kaiserin von der Haltlosigkeit des Grundes .der Ausweisung zu überzeugen,׳ haben sie nicht erreicht. Alle Bestätigungen der Reichstreue halfen nichts; die Juden wurden verbannt. Indessen war man auch an andern Orten nicht müssig; und wurden alle zweckdienlichen Mittel zur Vereitlung des bösen Verhängnisses angewendet. Der mährische Landrabbiner Moses Lemberger forderte den einflussreichen Benedict Levi Gomperz in Hy 111 wegen auf, die holländische Regierung zu einer diplomatischen Intervention bei der Kaiserin zu bewegen. Mit gewohnter, bereitwilliger Hingebung für die Bedrängten eilte Gomperz unverzüglich nach dem Haag und unterbreitete seine Fürbitte dem Ministerium, welches den Reichsgesandten Berthold Dowe Burma!!ia ermächtigte, mit allen ihn! zu Gebote stehenden Kräften die Ausführung des Decrets hmtanzuhalten * 2). Ja fast alle toleranten, europäischen Cabinete ertheilten, auf Veranlassung der einheimischen, ihren Beistand für die österreichischen Glaubensbrüder anrufenden Juden, den Vertretern am Wiener Hofe den Auftrag, eine Milderung des scharfen Edictes zu erwirken. 1) Derselbe bestätigt am 18. Juli 1745 die Privilegien der Juden ״insolange sie hier im Lande tolerirt würden‘‘. 2) Hach einer brieflichen Mittheilung Josef Weisses^ stellte Gomperz in einem an den genannten llabb. gerichteten Schreiben, d. d. 5. Adar I. 5505 (r-28. Februar 1745), den Erfolg seiner. Bemühung in Aussicht; vergl. WVs Einleit, zu dem von Kaufmann edirten Werke מערכי לב, S. VIII. K. setzt dasjNikolsburger Bittgesuch in seiner, auch bei der Darstellung der nun folgenden Thatsachen benützten Arbeit, über Berthold Dowe Burmania (Graetz, Jubelschrift, S. 289), später an.

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