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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 7 · p. Seite 314

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 7
Article
Die beiden Systeme der hebräischen Vocal- und Accentzeichen
Date
1894-01-01
Page
Seite 314 (sequence 4)
Language
German
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314־ Die Systeme der hebräischen Yocal־ und Accentzeichen. gum mit superlinearer Punktation enthalte, und dass Rabbi ISTathan, Sohn Machir’s, diese Punktation in die tiberiensische umschrieben habe. Die drei im Machsor Yitry genannten Systeme: schellanu, schel erez-jisrael und navrani (das unselige, das palästinensische und das navranensische), scheinen nur Variationen unseres Systems zu sein. — Seitdem der Codex Babyloniens durch Mittheilungen Dr. Pinner’s und S. Pinsker’s allgemein bekannt geworden, haben Gelehrte dieser Frage grössere Aufmerksamkeit gewidmet, und zahlreiche Handschriften mit babylonischer Punktation strömten in die europäischen Bibliotheken. Die Handschriften sind verhältnissmässig jung und kommen aus Jemen und Südrussland. Welches der beiden Systeme das ursprüngliche und ältere ist, lässt sich nicht mit Bestimmtheit entscheiden, so lange noch der Ursprung der Vocal- und Accentzeichen dunkel ist, obgleich eine Vergleichung der beiden Systeme auf ein gewisses Abhängigkeitsverhältniss des einen vom anderen schliessen lässt. Mit Ausnahme des Codex Babyloniens und einiger wenigen Fragmente ist in den erwähnten Handschriften 1) kein Unterschied zwischen Pathach und Segol, und für beide Vocale existirt nur ein Zeichen. 2) die Halb vocale (Chateph- Pathach, Chateph-Segol und Ohateph-Kamez) werden vom Schwa mobile nicht unterschieden. 3) die üblichen Vocalisationsregeln für Gutturale sind unbeachtet. 4) Schurek und Kibbuz werden durch dasselbe Zeichen dargestellt. 5) die Vocalzeichen stehen sämmtlich über dem Buchstaben. 6) das lange Ivarnez und das Karaez chatuf haben ein und dasselbe Zeichen. Was die Form der Vocale betrifft1), so ist Chirek und Zere, wie im gewöhnlichen System, resp. ein Punkt und zwei Punkte in horizontaler Linie; Cholem wird durch zwei Punkte in senkrechter Linie, Schurek durch eine senkrechte Linie dargestellt; Pathach und Kamez bilden einen schrägen oder wagerechten Strich; ersteres mit einem Anhängsel rechts über dem Strich, letzteres mit einem Anhängsel links unter demselben. Diese Vocalzeichen lassen sich also auf den Punkt, den wagerechten und den senkrechten Strich zurückführen. Wie weit die Wahl derselben ganz willkürlich und zufällig, oder durch gewisse Buchstaben des hebräischen Alphabets bestimmt worden ist, soll folgende Betrachtung er- 1) Vgl. G-. Maigoliouth, The Superlinear Pvuictation etc. Proceedings of the Soc. of Bibi. Arch. XV. Part. 4. Pinsker, Einleitung in das babylonisch-hebräische Punktationssystem.

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