Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Zur Erklärung griechischer Lehnwörter in Talmud und Midrasch
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 5)
- Language
- German
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Erklärung griechischer Lehnwörter in Talrnud um! Midrasch. 309 mir die ursprüngliche Lesung des Siire מקום פלטדין שלהם zu sein: der Ort, wo die Paläste ihrer Feldherren (praetoria) waren, oder da praetorium auch den Palast des Proconsuls, Proprätors, des Provinzstatthalters, bedeutet: die Stätte ihrer Statthalterpaläste. Dass טאריקו in Schm, 1\, § 11, aus קטאדיקי verdorben ist, hat schon Sachs I, 165 bemerkt, worauf ich in meinem Glossarium, S. 197 a, verwiesen habe. Unrichtig ist die Erklärung, die Perles von ]VffO giebt in dem Satze Bemidb. r. § 8, wo die Könige der Erde den Vorzug des fünften der zehn Worte vor den heidnischen Gesetzen rühmend hervorheben. Die Steile lautet: Als Er gesprechen: gedenke des Sabbathtages, ihn zu heiligen, sprach er! sie: wo ist ein Herrscher, der nicht verlangt, dass man den Tag seines Regierungsantrittes feiere? statt נשלא יהיו הבריות מכבדים] את יום השבת ist, nämlich mit Pesikta r. (f. 121b) zu lesen (יום גינוסיא (שלו. Da nämlieh יום ניבוסיא auch, und ursprünglich, den Geburtstag bedeutet, hier aber, wie auch öfters, den dies principatus, die Ab- Schreiber aber Letzteres nicht wussten, änderten sie es als bei Gott nicht stattfindend, in יום השבת: und deshalb fiel in Pes. r. das Wort שלו aus. Dagegen als sie hörten: ,,Ehre deinen Vater und deine Mutter/‘ da sprachen sie: nach unseren Gesetzen, wer sich als ף פיגרון dem Kaiser anwerben lässt, verleugnet seine Eltern, während Dieser verkündigt: ״Ehre deinen Vater und deine Mutter.“ Sofort erhoben sie sich von ihren Thronen und stimmten ihm zu.“ Perl es hat die unglückliche Idee, zu übersetzen: wer sich als Sicarier dem Kaiser verschreibt, verleugnet seine Eltern. Also darin soll das Beschämende für die Völker des römischen Reiches liegen, dass ein Mörder seine Eltern verleugnet? Man sollte denken, dass wer sich zum gewerbsmässigen Meuchelmord an werben lässt, schon längst über Elternverehrung mit Verachtung hinweggegangen ist. Denn die Sicarier sind;ja nichts Anderes als Meuchelmörder; und dieser Meuchelmord lässt sich noch erklären in Zeiten der revolutionären Aufregung, und nur, wenn er aus der elementaren Leidenschaft der Volksmasse hervorgegangen. Aber dass Kaiser als regeimassige Maassregei Meuchelmörder anwerben, das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sie brauchten das auch nicht: Tiberius 9 Bei Pes. r. ישר־דון