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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 7 · p. Seite 300

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 7
Article
Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen
Date
1894-01-01
Page
Seite 300 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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oOO Zur Geschichte der Targuniitn nach talmadischen Quellen. nommen ist Nirgends in dem ganzen jüdischen Schrifttum, wird angeordnet, dass solche Texte unverwendbar zur Haftara seien, nirgends wird dieser Ausschluss der Ketubim begründet, und doch lautet der terminus teehnicus מפסידי ן בנביא, und es steht unabänderlich fest, dass die Texte zur Haftara nur aus den Propheten entnommen worden sind. Hach unserer Auffassung ist die Ursache dafür entdeckt; es gab eben kein anerkanntes aramäisches T arg um zu den Hag iographen (Abschnitt YHI), das man zu einem solchen Zwecke hätte benutzen können. Daher konnte dieser Theil der hl. Schrift zur Haftara nicht verwendet werden, denn Maftir heisst eben aus einem T arg um y ortragen. Ein weiteres Ergebniss dieser Betrachtungen bestellt in der Erkeimtniss der Ursache, die zur Trennung der nachpentateuchischen hl. Schrift in zwei Serien, Propheten und Ketubim (,,Schriften“ schlechthin), geführt hat. Diese Ordnung ist zwar alten Ursprunges, aber bekanntlich gar wenig motivirt, weder durch den Inhalt der Bücher noch durch die Rücksicht auf die wirklichen oder angeblichen Verfasser. Dem Inhalte nach hätte eine Scheidung der geschichtlichen von den belehrenden und erbauenden Büchern erfolgen sollen; hei der .jetzigen Theilung kommen beide Arten in beiden Abtheilungen vor. Auch die Rücksicht auf den Verfasser ist bei der Eintheilung nicht festgehalten worden, da die nach dem Talmud (B. bathra 15a) von der grossen Synode herrührenden Bücher Ezechiel, Dodekapropheton, Daniel und Esther wiederum auf beide Klassen verteilt sind; auch Ruth und die Klagelieder, als deren Verfasser (vgl. das.) Samuel und Jeremias gelten, sind nicht unter die Bücher der Propheten, wohin sie doch gehörten, aufgenommen, und ebensowenig lässt sich diesem Plane gemäss für das Buch Hiob der Grund finden, um dessentwillen es zu den Hagiographen zählt. Eine charakteristische Eigentümlichkeit, welche die Aufnahme eines Buches in diese oder jene Abteilung bestimmen würde, ist nicht anzugeben. Ebenso bleibt die Benennung Ketubim unbegründet. Diese Schwierigkeiten sind nach den bisherigen Ergebnissen gehoben. Die Trennung ist später als die Abfassung des Jonathan-Targums erfolgt, sie ist eine directe Ifolge davon. Durch das Targum entstanden zwei sprachlich getrennte Reihen von Schriften, von denen die eine nur in hebräischer, die andere vorherrschend in aramäischer Sprache in Umlauf war. Demi das Targum hatte die hebräischen Originaltexte

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