Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 2)
- Language
- German
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290 Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen. jenigen Bevölkerung, für welche die Schriftüb ersetz un g bestimmt war, zur Vollendung reifen. Für die Entstehung und Vollendung der griechischen Paraphrase wird die Zeit von 50—60 angenommen werden können, und zwar das letztere Datum als äusserste Grenze darum, weil Akylas dieBeise nach Ephesus :in Gemeinschaft mit Paulus an getreten hat (das. 18) und dieser vor 60 zurückgekehrt; ist. Der Lebenslauf des Akylas kann demnach wie folgt skizzirt werden: Tm Jahre 20 Geburt des Akylas. s 42—40 ג Uebertritt. zum Judenthum (Oheb Ger., VIII). 42—50 Besuch der Schule R’ GamliePs.L 5 50 ׳ Feier der Beerdigung W Gamliers. - 50—55 Aufenthalt in Italien, Vorbereitung der Bibel- Uebersetzung. - 55—60 Aufenthalt in Korinth und Ephesus. Vollendung der Uebersetzung. s 60—75 Rückkehr und Aufenthalt in Palästina.? 75—80 Vollendung des aramäischen Pentateuch- Targums. Aus den oben erwähnten Berichten der Tossefta ergiebt sich auch, dass Akylas nicht ein Schüler R’ Elieser’s oder R’ Josua’s, welche er dem Alter nach um ungefähr dreissig Jahre überragte, gewesen sein könne. Er sass vielmehr zu den Füssen R’ Gamliel’s I. Die Formel לפני ר׳ אליעור וי׳ יהושע oder מפי ר׳ אליעזר ור׳ יהושע drückt auch nicht aus, dass er deren Schüler gewesen sein müsse. Damit soll vielmehr nur bekundet werden, dass unter ihren Auspicien das Targum entstanden ist (de Rossi, Luzzato u. A.). Für die griechische Uebersetzung hatte Akylas diese Genehmigung überhaupt nicht nachgesucht, dagegen war sie für das aramäische Pentateuch- Targum durchaus erforderlich (Absch. VIII), und dafür ist sie auch ertheilt worden. Dass Akylas ein SchülerR5 Akiba’s gewesen sein könne, ist nach dieser Darstellung vollends ausgeschlossen. Für diese Behauptung ist aus jüdischen Quellen nur ein einziger Beweis aus dem jerusal. Talmud (Kiddusehin I, 1) anzuführen. Diese Stelle aber, die gegen eine geschichtlich eruirte Thatsache ohnehin bedeutungslos erscheinen müsste, ergiebt überdies nicht einmal einen Beleg für die erwähnte Behauptung. Sie lautet: פשיפזא ששפחה חרופה יוצאה במיתת בעלה מיהא דאמר (1) ר׳ יופו בשם ר׳ יוחנן תירגם עקילם הגר לפני ר׳ עקיבה והיא שפחה נהדפת לאיש בכתושה לפני איש במה דאת אמר ותשמח עליו הדיפות(2) אמר ר׳ חייא בשם רי