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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 6 · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 6
Article
Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen
Date
1894-01-01
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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246 Zur Geschichte der Targumim nach talmudischen Quellen. V. Die Onkelos-Akylas-Frage ist noch immer ungelöst, und wenn Berliner (Targ. Onkelos, 'Vorrede) glaubt, sie sei endlich zur Ruhe gebracht, so kann er nur die Ruhe meinen, welche in der Hoffnungslosigkeit besteht, alle Schwierigkeiten endgütig zu beseitigen. Sein Vorschlag (das.), die Stelle im babvl. Talmud (Megiiia 3 a) א״ר ירמיה ואיתימא רבי הייא בר אבא תרגום ״ של תורה אונקלום הגר אמרו מפי ר׳ אליעזר ור׳ יהושעr׳ jeremia (oder R5 Chijja bar Abba) berichtet, das Pentateuch-Targum hat Onkelos der Proselyt verfasst im Sinne des R׳ Elieser und R’ Josua“ auf eine missverständliche Weiterübertragung eines späteren Referenten, dem die Hotiz aus dem Jeruschalmi (daselbst) vorlag, zu beziehen, ist weder originell noch befriedigend. Der Jeruschalmi äussert sich bekanntlich (in Megilla I, 9) wie folgt: (1) תני רשב״ג אומר אף בספרים לא התירו שיכתבו אלא יוונית <2) בדקו ומצאו שאין התורה יכולה להיתרגם כל צורכה אלא יונית(3) בורגני אהד כירא להם ארמית מתוך יוונית(4) דבי ירמיה כשם ר׳ חייא בר בא תיר^ס עקילם הגר התורה לפני ר׳ אליעזר ור׳ יהושע וקילסו אותו ואמרו לו יפיפת מבני אדם. Satz 1 ist das Ci tat aus der Mischna, welches nach Satz 2 darin seine Erklärung finden soll, dass RSbG. darum alle Uebersetzuugen mit Ausnahme der griechischen verboten habe, weil sich herausgestellt habe, dass die Thora nur in diese Sprache mit ausreichender Deutlichkeit übersetzt werden könne. Der Sinn von Satz 3 — ein בורגני habe das Aramäische aus dem Griechischen hergeleitet — ist streitig; man neigt dazu, רומית für ארמית zu lesen und findet hier die Mittheilung, dass die lateinische Uebersetzung erst aus der Septuaginta entstanden sei (Chajes bei Berliner das. 95). Schwerlich lag es in der Absicht der jerusalemischen Gemara, eine Kritik fremder Uebersetzuugen zu liefern, welche jüdische Interessen nie berührt haben. Die Combination Berliners (das. 96) darf übergangen werden. 111 Satz 4 referirt dann R’ Jeremia im Namen des RJ Chijja b’ Abba, dass der Proselyt Akylas die Thora vor R? Elieser und vor R’ Josua übersetzt habe und dass sie ihn mit den Psalmworten ״gar schön vor Menschen bist Du,“ welche Joel (bei Berliner S. 96) mit dem Nachsatz des Verses ״Annmth ist gegossen auf Deine Lippen“ ergänzt, gelobt hätten. Asarja de Rossi (Meor Enajim, S. 146B) bezieht diesen Ausspruch des R’ Jeremia, wie sich angeblich aus dem ganzen Zusammen״

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