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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1894-01-01 · Heft 5 · p. Seite 195

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Erklärung schwieriger Talmud-Stellen
Date
1894-01-01
Page
Seite 195 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Beiträge zu! Erklärung schwieriger Talmud-Stellen. 195 ואין מחללין זהב על נחשת, und auch diese Emendation kann kaum richtig sein, zumal wenn man bedenkt, dass man aus den SchlussAvorten des EEBS in Bezug auf והב על נחושת ebenso gut das Gegentheil folgern könnte. Die Stelle muss richtig emendirt nach unserer Ansicht vielmehr folgenden Wortlaut erhalten: ר׳ לעור בי ר׳ שמעון אומר כשמחללין [נחושת על הכפף] כך מחללין והב על הבסת. re vertritt danach die Ansicht, welche an der angeführten Stelle in Baba m. die Mischna des Babli hat הוהב קונה את הכסף und ebenso הנחושת קונה את הכסף, wonach der Grundsatz כספא דחי״יף טבעא הו׳ sowohl für das Gold, als auch für das Kupfer gilt. Darauf erwidert dann Rabbi: מפני מה מחללין [נחושת על הכסף] שכן מחללין כסף על הזהב יחללו והב על הכסף שכן אין מחללין זהב על נחושת. In diesen Worten ist die ältere Ansicht Rabbis durchgeführt, wie sie die Mischna des Jer. in Baba m. aufweist, wonach immer das Werthvollere als טבעא angesehen wird. Endlich muss die Schlussbemerkung der jerus. Gemara lauten: מדברי שניהן מחללין [נחושת] על כסף ואין מחללין כסף על נחושת. Das heisst: sowohl nach dem Princip von חשיב, welches Rabbi, als auch nach dem Princip von חריף, welches sein Gegner vertritt, ist das Yerhältniss von כסף zu נחושת ein feststehendes. Mit andern Worten: Die Schlussbemerkung des Jer. deckt sich nun durchaus mit dem Passus der Mischna הנחושת קונה את הכסף ואין הכסף קונה את הנחושת, welcher sowohl in der älteren als in der jüngeren Recension der Mischna gleichlautend ist. Wir haben demnach an unserer Stelle eine Quelle für die Mischna in Baba m., und wir erfahren, dass derjenige, welcher Rabbi zum Aufgeben seiner früheren Ansicht bestimmte, REBS gewesen ist, derselbe, der in der Discussion an unserer Stelle das letzte Wort behält. Auffallend ist allerdings, dass der Jer. und die Tossifta ganz consequent denselben Fehler aufweisen, so dass man fast glauben möchte, man hätte den ursprünglich richtigen Text des Jeruschalmi in der Absicht ihn zu emendiren, nach der Tosifta corrumpirt, womit wir jedoch nichts Bestimmtes behauptet haben wollen1). y Bei dieser Gelegenheit sei auf eine Stelle hingewiesen, die auf uns den Eindruck macht, als oh auf Grund einer falschen Lesart in der Tossifta eine völlig unverständliche Lesart in den Jer. gekommen wäre. Ygl. Jer. Baba k. Anfang: א, ר' לא צריך ה1א שיאמר לכל אחר ואחר השור מלמה שהבעלים מטטלין בנבלה הכתיב והמת יהיה לו והמת יהיה לו תכי ר׳ ישמעאל [vielleicht zu lesen : וכתיב בבור [הבור הכתיב יצאו קרלעות שאינן מיטלטלין יצא ארם שאין לו הנייד, [ממנו] במותו והאש מלמרת יעל כולן שהוא חייב על האונסין 13*

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