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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 3 · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1893-01-01
Page
Seite 135 (sequence 3)
Language
German
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Besprechung. 135 sonders bei David und »Salomon hervor. Das Seite 192 erwähnte arabische תנור, das Grünbaum nicht recht zu erklären weiss, ist offenbar aus סנלר (sanauvar) ״Panzer‘‘, verschrieben. Siehe Frankel Aram. Fremdwörter, S 240. Dass die Araber viele Züge Isaaks auf Ismael übertragen haben, ist ja bekannt, und dass dadurch Isaak nicht so verherrlicht wird wie bei den Juden, ist die natürliche Folge. Die herangezogenen syrisehen Autoren bringen wenig Neues, wie ja überhaupt die einschlägige syrische Literatur fast nichts Originales besitzt; die Sagen sind mit Ausnahme weniger poetischer Ausschmückungen ziemlich identisch mit den jüdischen und den arabischen. Am interessantesten von allen Sagen, die im Buche behandelt werden, sind entschieden die auf die Königin von Saba bezüglichen, S 211 ff. Die ganze Fülle orientalischer Phantasie giebt sich hi diesen Erzählungen kund. Die ganze Natur ist belebt, jedes Thier hat Sprache, jedem Stein wohnt Wunderkraft inne, man w׳ird in eine feenhafte Märchenwelt versetzt, wie sie uns sonst nur noch in 1001 Nacht entgegentritt. Vielleicht mochten die Araber diese Sage zum Gegenstand besonderer Ausschmückung machen, weil die Heldin eine arabische Fürstin ist, die sie mit dem vollen Glanze orientalischer Pracht umgeben wollten. Mir will es scheinen, als ob die jüdische Sage im Targum Scheni zu Esther erst von den Arabern zu den Juden kam, dafür spricht auch der Umstand, dass die arabischen Autoren ihr einen Namen, Bilki's, geben, während sie in jüdischen Schriften ohne Namen auftritt. Auch ist תרנגלא ברא das an sich ursprünglich gewiss nicht ,,Wiedehopf“ bedeutete,nur eine auf einem altem Irrthum beruhende Wiedergabe des arabischen 1הדהד). Der Name der beiden Wiedehopfe bei Tha'labi ist übrigens nicht, wie Grünbaum irrthümlich angiebt, יעפור (jagfür) und עפ״ר (gufair), sondern יעפור (ja'ffir) und עפיר (üifair). An dieser Stelle will ich gleichzeitig ein Wort aus der Bibel zu erklären versuchen, das im Zusammenhänge mit der Königin von Saba genannt wird und noch keine befriedigende Erklärung gefunden hat, nämlich 1 אלמוגים. Kön. 10, 11—12. In der Chronik steht dafür אלגומים, woraus auch hervorgeht, dass schon die Alten über die Lesart nicht mehr einig waren. Ich vermuthe nun, dass אלמוגים hebraisirt aus אלמוגים ist. Im arabischen heisst nämlich das ״Aloeholz“ 2אלכגוג) und jer. Ketub. 31 d Bereschit Kabba s. 15 Anfang wird אלמוגים durch ״ אל ו יםAloeholz erklärt. Wir haben darin also noch eine alte Tradition von der Bedeutung des Wortes, während sein Ursprung längst vergessen war. Ges. Thes. s. v. אהלים führt eine Stelle aus Dioscorides lib I, cap. 21 an: dydXXo־/oy £6X0v sou cpspojxsvov etc ׳!׳?]<; 3Jvcnac; yjjX?A paß tag soiy.oc: ׳Joivw £6X0), egt(./1j1£vgv, sucögsc. Die Angäbe ist für unsere Stelle insofern von Wichtigkeit, als die Yulg. אלמוגים mit ligna thyina wiedergibt. Bemerkenswert ist auch, dass 2. C11ron% 2,7 אלגומי־ם neben ארזים genannt ist, denn auch Nura. 24,6 steht אהלים parallel zu ארזים, und אהלים ist doch das hebräische Wort für oqaXXoyov. Im Periplus maris Erythraei (ed. Fabricius) §28 heisst es von Sabbatha, der Hauptstadt von Hadhramaut: ’E^dysTai 0’!£ 1) הדהד bedeutet bekanntlich ״■Wiedehopf“ hebtדוכיפת .־. Nun übersetzt die Pesch.. דוכיפת durch תרנגול ברא (Auerhahn) Trg. נגר טורא (Berghalm), 1weil sie das Wort als zusammengesetzt aus דו ( a11ו .־) und כיפת betrachtete. (S. Grünbaum S. 227). So konnte dann auch das Wort als Aequivalent des arab. הדהד in das Trg. Sch. kommen. 2) אל gehört hier zum Worte und ist nicht Artikel!

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