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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 2 · p. Seite 94

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 2
Article
Eine Blutbeschuldigung um 1654 in Grosspolen und Jakob b. Naftali aus Gnesen als Sendbote zum Papste nach Rom
Date
1893-01-01
Page
Seite 94 (sequence 6)
Language
German
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94 Eine Blutbeschuldigung uni 1654. und den Namen des Schwiegervaters Asch, d. i. Eisenstadt, nach der Sitte der Zeit zu dem seinen gemacht. In dieser Familie dürfte der Name Jehuda Lob seit jenem Rabbiner von Pressburg, der bereits im Jahre 1488 uns da begegnetJ), um gezählte Male sich wiederholt haben. R. Chanoch selber hatte hier einen Bruder, der nach dem Grossvater diesen Namen trug. Auch sein Schwager "Wolf, der Sohn des Gaons von Wladimir, des ß. Jehuda Lob R. Chanoch’s, war in Posen angesiedelt־). Gleichwohl musste in jenen Tagen, da man aus Posen zu entkommen suchte und der fromme ß. Jecliiel nach Worms sich rettete1 * 3), ß. Chanoch in die Ferne flüchten. Seine Gemeinde war der Auflösung nabe. Die Umgegend von Gnesen war einer der Schauplätze des Krieges zwischen Schweden und Polen geworden. Am 11. August 1655 hielt der Schwedenkönig Karl X. seinen Einzug in der Stadt Gnesen, die vorher bereits von seinen Söldnern eingenommen und ausgeplündert worden war. Als es nach dem Abzüge der schwedischen Be- Satzung am 27. April 1656 zum Kampfe mit den Polen kam, fand die Schlacht eine Meile von Gnesen statt, in das sich das geschlagene Polenheer zurückzog. Es war die furchtbare Zeit nach derConföderation von Tiszovce, als Stephan Czarniecki, die Seele des Polen auf Standes, von dem Wahne sich leiten liess, dass es die Juden mit den Schweden hielten. Damals geschah es auch, dass blühende Gemeinden in Grosspolen, Inowraclaw4), Rogasen, Lobsens, Wreschen u. A. in Trümmer und Asche sanken. So dürfte Jakob b. Naftali in den Jahren seiner Wanderung in Italien daheim Haus und Hof verloren und bei der Rückkehr, wenn sie ihn! vergönnt war, diejenigen nicht mehr angetroffen haben, in deren Aufträge er ausgewogen war. Quellen. F. 107 b—108a. נשיאים לאומתם ועבדי ה׳ בצדקתם המישדים אורחותם וישרים בלבותם שמו אותותם כצמח לעדתם איש על דגלו לצכאותם ועל ראש תהלתם ומשוש תפארתם ראשי בית אבותם ציצי והב קדש פתוחי חותם ותורתם אומנותם נא השוכן אתם בתוך תומתם שלומם וטובתם — 1) Dr. M. Pollak, a zsiduk Becs-Ujlielyden (Budapest 1892) p. 75 f. 0 Beider wird in ihrem Seelengedächtnisse in Posen also gedacht: ונשמת האלוף המדובב הראש ומנהי' והנדיב הדיין ובני ישיבה כמהור״ר יד,ודד, ליב במהור״ר אברהם אש זצ״ל und ונשמת האלוף המרומם מהור״ר ואב בן הגאון מהור״ר יהודא ליב ר׳ העניכש. Diesen nennt der Herausgsber der Kesponsen ׳ראשית בכורים im Vorwort E. .וואלף א׳״ש הכוך בית יהודה 0־ f46 יb. Ygi. Sokolow a. a. 0. 11, 135. 4) Landshuth a. a. 0. x. f. Wuttke, Städtebuch des Landes Posen p. 330, 361, 427.

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