Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 38 (1893-1894)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Samareitikon und Septuaginta
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 16)
- Language
- German
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64 Samareitikon und Septuaginta. dass diese Worte in ihrer Uebersetzuug, oder gar nur in ihrem Exemplar, aus Versehen weggeblieben sind. Das. 20, 16 sagt Abimelech, er habe Abraham אלף כסף gegeben; gerade das ist aber unter den Geschenken Abimeleehs nicht angegeben. Der ST. schiebt deshalb in dem vorher״ gellenden (14.) Yerse nach דקלו אבימלך die Worte אלף כסף ein und präfigirt dem darauf folgenden צאן ein 1. Die uns vorliegenden LXX ״-Texte haben nun nach "'EXaße os AßipiXey ebenfalls: yOda Gicpcr/po•. 7.al (rrpoßaia), so wie z. B. Ex. 6, 20* am Schlüsse noch: 7.ai Map׳dp T7p׳ d0£Acp7jv atn&v, weil der ST. z. St., um die Aufzählung der Kinder Amrams zu vervollständigen, ואת מלים אחותם hinziiiügt. Die entsprechenden Ueberseizungen des Eap,., welches hier, wie überall, selbstverständlich dem ST. folgte, sind als passende Ergänzungen in die Septuaginta übergegangen]). Am häufigsten sind die, oft aus vielen Versen bestellenden Zusätze des ST., welche stillschweigend Vorausgesetztes aus den vorhergehenden oder nachfolgenden Stellen wiederholen, oder an verschiedenen Orten wiederholte Berichte über denselben Gegenstand vollständig mit einander gleich machen, Die meisten dieser langathmigen, läppischen Zusätze hatten ebenfalls Eingang in die Septuaginta gefunden. Sie lagen dem Origenes vor, der sie in der Hexapla, wo sie ihrer Länge wegen neben den übrigen Versionen nicht Platz finden, konnten, unterhalb der Columnen, gleichsam ,,unter dem Striche“, aber mit dem Obelos bezeichnet, anbrachte. Ob sie schon von Origenes, oder erst von dem Verfasser der Syr.- Hexapla mit dem Vermerke versehen worden sind, dass sie nur .,in editione Samaritanorum“ zu finden sind (sv 1ןbvo׳.c tcüv XapapscTcbv sopcpsv — לעזמליא TD), lässt sich mit Sicherheit nicht mehr entscheiden. Gewiss aber ist es, dass sie frühzeitig als solche Uebersetzungen erkannt worden sind, die nur nach dem ST. gemacht worden sein konnten 1 2), und 1) Ebenso plausibel mussten Textgleichmachungen wie die folgenden erscheinen: Gen. 7, 4 am Schlüsse ארץ ושגדם, im ST., wegen des Anfangs dieses Verses und wegen V. 1 das., in שמיים וארץ um gestellt, LXX.: tov oüpavov ־/.cd xfiv ־)־?jv. — Das. 26, 18: 0״ ׳alhc ’Aßpaap., weil der ST. für בימי אברהם, nach das. V. 15, die glattere La. עבדי אברהם substituirt hat. — Das. 39, 13 nach die Worte ־/.cd ^;־?pUhv, weil der ST., wegen das. V. 14 15 .ט, nach ועם auch hier וי£יא eingeschoben hat u. s. w־. 2) S. die Noten von Field zu Ex. 6, 9; 7, 18 1!. 24; 8, 4, 5, 23 u. 26 u. s. w. und zu den übrigen ähnlichen Zusätzen, die schon durch den kleineren Druck kenntlich gemacht sind. Diese langen Zusätze dürften ursprünglich wortwörtlich aus dem lag. übernommen worden