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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 2 · p. Seite 63

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 2
Article
Samareitikon und Septuaginta
Date
1893-01-01
Page
Seite 63 (sequence 15)
Language
German
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Samareitikon und »Septuaginta. 63 mit einander verglichen, ohne sie auf den Urtext prüfen zu können, die Ergänzungen und Wiederholungen, sowie die leichteren, alle Schwierigkeiten ausgleichenden Laa., ■welche das Samareitikon nach dem ST. naturgemäss hatte, in ihren Septuagintaexemplaren anmerkten. Die betreffenden Vermerke, anfangs wohl nur Randglossen zu den betreffenden Stellen, wie sie, wie aus den oben angeführten Beispielen ersichtlich, in einigen Hss. auch nur als solche erscheinen, kamen durch Abschreiber in den Text, wo sie die ursprüngliche .Fassung allmählich gänzlich verdrängten1) . Einige, von den vielen heransgegriffene, Beispiele mögen das klar machen. Gen. 4, 8 ist nach ויאצור קין אל הבל אחיו nicht angegeben, was Kajin gesprochen hat. Das Fehlende wurde bald in einem Streite gesucht, den Kajin vom Zaun brach, bald ergänzt durch die von dem darauf folgenden ויהי בהיותם בשדה nahegelegte Conjectur2 3 4): נלכה (שנינו) השדה. Der ST., weniger scrupulös als die Massorali z. St,, welche die Lücke blos andeutet (פסקא באמצע פסוק), hat dieses נלכה השדה frischweg eingeschoben, und so auch die uns vorliegenden LXX.-Hss.: SisXffmpev eis to 7:soiov. Woher sie diesen Zusatz haben, wäre klar, auch wenn ein von Origenes aufbewahrt.es Scholion z. St. nicht ausdrücklich besagen würde: UarJ cbosvl to>v Xoittcov xstrat za. p7j\rata toö Kacv za 7zpb<; ,'AßsA. «XXד ob6s 7za.fj cEßpafo׳c . . . 8/6' 08 aoxa y*al t6 X «pape 1017.0 7;5). Am Schlüsse des Berichtes über den Thurmbau von Babel hat der sam. Bibelverbesserer nach ויחדלו לבנות (את)4) יעיר (das. 11, 8), ־weil ihm die Hauptsache, der Thurm, zu fehlen schien, das auch V. 4 11. 5 das. nach הציר stehende ואת המגדל hinzugefügt. Das entsprechende vm tov Ttüpjov haben barmlose Septuaginta-Leser übernommen, sicherlich in der Meinung, 1) Aelmlickes "behauptet Graetz für die ״längeren Zusätze“ in der von ihm angenommenen ״eigenthümlichen alten griecli. Uebersetzung‘-, welche in Alexandrien neben der LXX. und dem Eaji. circulirt haben soll. S. seinen Aufsatz in dieser Monats sehr., 1886, S. 60 flg. 2) Jon. u. J. I. z. St. haben Beides: zunächst (מי־תא ונ&ורן (תררכן לברא, sodann den von Kajin begonnenen Wortwechsel, der zur Errnordüng Hebels führte. 3) Wenn auch die Pesch. (כרדא להקעתא) hier, wie an manchen anderen Stellen, wo die LXX. dem ST. folgt, die Laa. des letzteren wiedergiebt, so beweist das nur die von allen Seiten anerkannte Abbängigkeit der Pesch., bzw. ihrer späteren Bearbeitungen von der Septuaginta. 4) Das im MT. fehlende את hat der ST., wie an allen ähnlichen Stellen, eingeschoben.

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