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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 2 · p. Seite 52

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
38 (1893-1894)
Issue
Heft 2
Article
Samareitikon und Septuaginta
Date
1893-01-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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52 Samareitikon und Septuaginta. Sünden aller Art förmlich rammelt und eine wahrhaft rührende Unwissenheit verräth1). Nun wurden sie aber seit Alexander dem Grossen bekanntlich wiederholt in grosser Anzahl nach Aegypten verpflanzt., wo sie bald ansehnliche Gemeinden bildeten, denen inmitten der griechischen Welt, in welche sie versetzt wurden, bald auch ihr eigenes Idiom, und mithin das allgemeine Yerständniss ihres Targuni abhanden kam. Sie theilten somit die Xothlage der ägyptischen Juden, und waren gleich diesen zur Abfassung einer griechischen Bibelübersetzung gedrängt. Die mangelhafte Kenntniss des Hebräischen, welche die LXX. und Philo verrathen, gestatten einen Schluss auf die diesbezügliche, sicherlich noch ungleich grossere Unwdssenhe.it der ägyptischen Samaritaner, die kaum in der Lage waren, direct nach den! hebräischen Urtext zu übersetzen. Sie mussten sich demnach damit begnügen, ihr Targum, welches den von ihnen recipirten Bibeltext, wenn auch höchst ungeschickt, so doch mit sklavischer Treue wiedergiebt, iiPs Griechische zu übertragen. Und diese griechische Uebertragung des Sam. Targum ist eben das Samareitikon. Yon dieser Annahme, deren Richtigkeit;jetzt wohl als erwiesen gelten kann, ausgehend, soll nun zunächst die That- Sache festgestellt und in die richtige Beleuchtung gerückt ־werden,, dass die Plexapla, ausser den ungefähr fünfzig ausdrücklich dem Samareitikon zugeschriebenen Stellen, noch mindestens ebenso viele enthält, welche ebenfalls dem Samareitikon angehören, aber nicht als solche bezeichnet sind. Als solche ,,anonyme“ Samareifikoii-Steilen bezeichnet Field2 *) die folgenden vier: Lev. 4,10 TV. 01 '0 ,וקני Tipsaßöispoi.?'AXX0$: 01 aosoi; diese letztere La. der LXX. entspricht dem Sam. Trg. z. St. 3) הנימי. — Das. 7, 35 TV. mwb, AXXoc.: y JJ.Sי(ocXe 16x7;c, offenbar die hier nicht passende Uebersetzung des im eigentlichen Sinne (Grösse) genommenen רבות des Sam. Trg. z. st. — in um. 5,18 מי המרים המאררים vxxcc. (!6 0cmp toö) sjufaouapcD tö ep^avctov, was auf die La. des Sam. Trg. z. St. מי בורה דמבאריס, Auf klär an gsw asser, das aufklärt, zu־ rückzuführen ־ist 4). — Das. 21,11 בציי העברים, Schol. z. LXX.: 1-) Vgl. Kolm, Sam. Studien und Kolm, Zur Sprache, Lit. und Dogmat k der Samarit. 2) A. a. 0., Prolegg. S. LXXXILI. ״׳) Bloss Cod. A. hat 1 ,9;פהבי das. ist dasselbe Tw. in allen Codd. (auch in A.) סד, בי übersetzt; ein Schol. hat auch hier 'zobg coccoo^. U Mehrere Codd. lesen: ימי־ בחורה דבחרים Prüflingswasser, die prüfen, was übrigens, mit der üblichen Grutturalverwechslung, mit בדבורה המבארים

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