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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 11 · p. Seite 505

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 11
Article
Zur Erklärung schwieriger Stellen in Talmud und Midrasch
Date
1893-01-01
Page
Seite 505 (sequence 8)
Language
German
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Zur Erklärung schwieriger Stelien in Talmud u. Midrasch. 505 welches auch wahrscheinlich hier gestanden haben mag, ohne jedoch richtig zu sein. Lewy und Kohut ziehen die Lesung בילופים yor, und erklären es für yoiksno^ streng, hart. ״Ein irdischer König, wenn er streng ist, verlangt von seinen 'Dienern: arbeitet für euch einen Tag, und für mich sechs Tage. Gott aber sagte zu Israel: meine Kinder! arbeitet für euch sechs Tage und für mich einen Tag.11 Das kann nicht richtig sein: wir erwarten: ein irdischer König, selbst wenn er wohlwollend ist, verlangt von seinen Dienern etc. Koch unglücklicher ist die Correctur von Friedmann יפולטיסטים ein irdischer König, wenn er ein Krieger ist, verlangt von seinen Dienern: arbeitet für euch einen Tag.“ Glidern an n will 7 ,פולמיטיםT0XD|rr]u<; lesen. ״Ein irdischer König, wenn er klug ist, verlangt von seinen Dienern, arbeitet für mich sechs Tage etc.“ Man weiss nicht, worin die Klugheit bestehen soll; etwa auf seinen Vortheil bedacht? Da passt der Gegensatz nicht: ״Gott aber verlangt nur einen Tag für sich.“ Der Gegensatz ״Gott aber etc.“ zeigt, dass im ersten Satz ein Beiwort gestanden, welches bedeutet: grossmiithig, wohlwollend, und da bietet sich das Beiwort פילוטימום <p1Xöu(j10£, grossmiithig, freigebig (vgl. yiXoTt^efoä-ac, schenken). ״Ein irdischer König, selbst wenn er grossmiithig ist, verlangt von seinen Dienern: arbeitet für euch einen Tag, und für mich sechs Tage: nicht so der Allheilige.“ Ebenso wie hier כילסרפום aus der falschen Lesung פילופופום entstanden zu sein scheint, welches פילוסופום selbst wieder für das den Abschreibern unbekannte פילוטיטום gesetzt worden, ist auch in ־Jer. Berack.. IX, 1 Ende, das Wort רלוםופוס& an unrichtiger Stelle. Dort heisst es: R. Simon ben Lakisch sagte: Hat ein Mensch irgend einen Verwandten, der reich ist, so gesteht er die Verwandtschaft ein; hat er aber einen Verwandten, der arm ist, so verleugnet er ihn. Anders verfährt Gott. Als Israel in der schlimmsten Lage sich befand, nannte er sie ״meine Brüder, meine Freunde.£l R. Abbun und R. Acha im Namen v. R Simon b. Lakisch sagten: Hat ein Mensch einen Verwandten, wenn jener nämlich ein Philosoph ist, so sagt er: Dieser N. N. da rechnet sich verwandt mit mir; aber Gott nennt ganz Israel seine Verwandten wie es Ps. 148 heisst: ״Er erhöhte die Würde seines Volkes, den Ruhm aller seiner Erommen, der Kinder Israels, des ihm verwandten Volkes.“ Das Wort פילוםופום kann sich nicht auf den beziehen, dessen Verwandtschaft soll anerkannt werden; denn da könnte es nicht heissen: der. N.N, der (berühmte) Philosoph rechnet sich Monatsschrift. 37. Jahrg. 33

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