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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 11 · p. Seite 501

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 11
Article
Zur Erklärung schwieriger Stellen in Talmud und Midrasch
Date
1893-01-01
Page
Seite 501 (sequence 4)
Language
German
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Zur Erklärung schwieriger Stellen in Talmud u. Midrasch. 501 Feuer, indem sie 22 Tage hindurch jeden Tag zwei Mal Weinhalsen herumlegen, wodurch der Most vom Oel verzehrt wird. Andere setzen nicht nur Majoran, sondern auch noch kostbarere Specereien hinzu. Ein anderes Wort, das oft irrig erklärt worden, ist das Kilajim I, 4 und sonst vorkommende קרוםטומלין, welches Levy und Kohut mit ^poadjjirjXov, Goldapfel wiedergeben. Richtig dagegen hat es Dr. Schwarz in seinem vortrefflichen Werke Ilegjon Ar je mit Crustuminum, pl. Crustumina, tibersetzt und als מין מיוחד ממיני אגסים, eine vorzügliche Sorte Birnen erklärt. Nur darin irrt der berühmte Gelehrte dass er den Ursprungsort Crustumeria nennt. Crustumeria war nach Plinius III, 9 eine Stadt in Latium, während die crustuminischen Birnen ihren Namen von der ehemaligen Stadt Crustumium haben, nach welcher der ager Crustuminus, das crustuminische Gebiet benannt ist (Plinius III, 8 Ende). Doch das ist nebensächlich. Ton diesen crustuminischen Birnen sagt Plinius 15,16: ״Unter allen Birnen haben die crustuminischen den feinsten Geschmack.a Auch Meursius erklärt xoucn:0D|UY0v mit Crustuminum pirnm. Ein anderes mannigfach gedeutetes Wort ist das in Fesikta bachod. haseh. 1. f. 104b vorkommende פרקדיסין oder, wie eine Lesart lautet פרקדיסין. Es heisst dort: ((ראה אותה אצל פרקדום (פרקרום) ומילא חיקה פרקיסין(פרקריסין). Levy erklärt פרקרפין für mptoc, Mehrzahl פקריסין» und פקרוס für nccpnoGorqQ, Perles in seinem kleinen, aber sehr bedeutenden Werkchen ״Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Sagenkünde“ für species, speciaria und פרקךום für speciarius, Yerkäufer von Specereiwaaren. Es soll das D am Anfang des Wortes weggefallen sein. Ich wüsste kein Beispiel eines Wegfalls von D in einem mit ÖD anfangenden Worte. Kohut übersetzt es mit 7sa7xpbaXQV5 Znckerwerk. Ich halte das Wort פרקרים־ן für identisch mit פנקריסין in Jer. Teruni. II, 3 (Jer. Schabb. III, 1) in dem Satze וטעמן יפה כפנקריסי ן, und in dem sprüchwörtlichen Satze (Jer. Sota 1, 17 b ix, 24b) יפה ספסוף שאכלנו בילדותינו מפנקריסין שאכלנו בוקנותינו. Weil dieser Satz in Pea vn f. 20a geschrieben ist יפה פפסוף שאכלנו בילדותינו מפרסקין שאכלנו בזקנותינו so glaubte sich Levy berechtigt, auch פנקריסין mit Pfirsich zu übersetzen, während doch an jener Stelle nur aus Yersehexi die Verwechselung vorgegangen ist. Nun ist 7cpoxvts und 7cpo%peine Art gedörrter Feigen. Henricus Stephanus im Thesaurus sagt darüber: Tzpowlc, ficuuin species quaedam, Hesych. eloo^ la^aSwv, vitiose nponptoeg

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