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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 9 · p. Seite 432

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension]
Date
1893-01-01
Page
Seite 432 (sequence 4)
Language
German
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482 Besprechungen, Anfänge des Midrasch Konen wird ׳ibojpUy. geradezu mit דמות identifieiert: בלשון יוני קורין למראה ודמות תוריד. Durch diese Erklärung wird auch die Lesart unserer Ausgaben verständlich: מכאן ואילך נתקלקלו הד׳ ונבראו ן ן .קינט׳ V0n da an wurden die Geschlechter entartet und ohne Erkenntnis, ohne Anschauung des Göttlichen geschaffen.“ Eine richtige Erklärung unserer Stelle gibt auch David Lurja (רד׳ל), welcher auf קטירין verweist, das er freilich, wie Aruch s. v., von קשר קטר herleitet. Es ist aber dieses Wort bekanntlich überall, wo es vorkommt, mit dem ihm stets vorangehenden בל zu einem Worte zu verbinden: כלקטירץ xaPay^PsG> s. Pesikta, ed. Buber, S. 56a. Dieses Wort findet sich stets in corrumpierter Form. In Waj. r. 32 las Aruch: וצור את אלו בקככתירץ; die hier gemeinte Stelle fehlt a. a. 0. in unsern Auagaben, findet sich aber in der Parallelstelle Schir rabba zu 4, 12 mit der Lesung בכל־קטירין f p ist also hier in ל, dort in נ übergegangen. Entschliesst man sich auch in B. r. 23 קונט*רין in ל!ככטירין (oder ברקט״רין) zu ändern, so erhält man für קככט״רין p״p den passenden Sinn: ohne göttliches Geprägo, bar;der Ebenbildlichkeit Gottes. Die Lesart unserer Ausgaben könnte dieser Erklärung nur durch Eliminierung von הדורות ונבראו angepasst werden. 9. Pesikta, ed. Buber, s. 196b, heisst es: רמז ללוב־דין שלו ודקרו אתו. Der Verfasser des Aruch, der diese Stelle citiert, ersetzt das dunkle Wort durch לטירין; Jalkut hat dafür 1,950 לובירים und II, 151 לוכידין. Fürst hält jede dieser Formen für corrumpiert und liest: רמז לליפטירין er gab seinen Häschern (XTpcr/jpsc) einen Wink. Aruch und Jalkut sind bekanntlich sehr zuverlässige Quellen und die Richtigkeit ihrer Ci täte ist, wie man sich durch Vergleichung der Handschriften oft genug überzeugt hat, selten in Zweifel zu ziehen. Höchstens darf man in Fremdwörtern Verwechslungen ähnlicher Buchstaben annehmen. Bei mehrfacher Benennung eines und desselben Gegenstandes, wie im vorliegenden Falle, ist nicht nothwendig anzunehmen, dass die meisten Ausdrücke Corruptelen sind; es ist auch möglich, dass es Synonyma sind, dass sprachkundige Abschreiber veraltete oder weniger bekannte Bezeichnungen eines Gegenstandes durch neuere und bekanntere ersetzt haben. Hier an unserer Steile ist unzweifelhaft die Rede von Trabanten und Leibwächtern des Königs, die auf dessen Wink sofort ihm missliebige Personen aus dem Wege räumen. In den Wörtern, die uns Jalkut überliefert, könnte man die Mehrzahl von XoyLxyjQ, also die Mannschaft eines Lochos, die Leibwache, erblicken; verändert man aber ו in נ, so erhält man X0Yy;fjpY]c mit hebr. Mehrzahlendung, eine Nebenform von k0YXocP°P°S• Das letztere Wort scheint im Texte der Pesikta vorzuliegen. Unter der Kaiserherrschaft waren bekanntlieh die speculatores eine Elitetruppe der Prätorianer, zum Dienst um die Person des Kaisers bestimmt, und wurden auch, wie aus unzähligen Stellen des Midrasch hervorgeht, zur Vornahme von Hinrichtungen verwendet. Wegen ihrer Waffe, der lancea, heissen sie auch lancearii und bei griechischen Schriftstellern loy^ofopoi und Sopmpopot. S. Lübker, Reallex., s. v. Speculator. Die Lesart des Aruch, לטירין, ist von manchen als Xfapig (Kriegsmann, Diener), von andern als laterenses (Trabanten) erklärt worden. Eine Aruchliandschrift liest: לנטלרי den (Leib-)Wäehtern, eine andere ללטודין; die letztere L. A. deutet darauf hin, dass vielleicht ursprünglich im Texte ל(םפק)לטורין stand. Mit לופריין wird B. r. 61 der Name 1 לטושים M. 25, 3 übersetzt; auch hier sind X0'p/o<p6poc gemeint, cf. חרבו ילטש Ps. 7,13 und yyv ילטוש

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