Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Der Stammbaum des R. Eleasar Fleckeles
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 383 (sequence 6)
- Language
- German
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Der Stammbaum des R, Eleasar Fleckeles. 383 storbenen R, Ruben Cohen b. Hoschke1). R. Hirsch gelang es aber auch, durch seine Ehe mit Judith, der Tochter des R. Chajjim b. Leser b. Todros, der er die Aufnahme in die Familie des hohen R. Löw dankte, den Ruhm seines Geschlechtes zu mehren. Dieser R. Chajjim, Rabbiner der Pinkas- Synagoge in Prag und Primator der Gemeinde, der Mittwoch, den 4. September, am 29. Elul 1709 in hohem Alter verschied, war nämlich durch seine Mutter Judith, nach der er schlechthin Chajjim Judithens genannt wurde, ein Urenkel R. Sinai b. Bezalels, des Bruders R. Löw’s2). Wie ein Bindeglied zwischen ihm und seinem Schwiegersohn stand R. Kirschs Onkel, jener Ruben Hoschke, den mit R. Chajjim so innige Freundschaft im Leben verband, dass der überlebende Freund im Tode selbst mit ihm verbunden sein wollte und sein Grabstein in das Grabdenkmal R. Chajjims als Seitenwand einbezogen wurde. In noch nähere Beziehung zur Familie des hohen R. Löw trat der Sohn R. Hirschs,. Ephrajim, der Grossvater des R. Eleasar Fieckeles, durch seine Ehe mit Gütel, der Tochter des R. Meir Perls. Dieser, als Sekretär und Beisitzer im Rabbinate Samson Wertheimers in Wien bekannt3), zog sich in seinen späteren Jahren nach seiner ITeimat Prag zurück, wo ihm wohl Dank der Munificenz der Familie Wertheimer in der Nähe der Klaus Synagoge ein ansehnliches Haus eingeräumt und ein lebenslängliches Ehrengehalt bis zu seinem, Sonnabend den 28. Februar, am 20. Aclar I 1739 erfolgten Tode4 * 6) verliehen wurde. R. Mose, der Sohn des 1695 in Prag verstorbenen grossen Kabbalisten R. Eleasar 0, der Enkel und Namensträger des in allen Zweigen des jüdischen Wissens gleich gelehrten R. Mose Perls, durch seine Mutter Mate der Enkel R. Ahrons, der seinen Ursprung bis auf R. Ascher b. Jechiel zurückleiteteG), und durch R. Ahron der Urenkel von dessen Schwiegervater, dem hochberühmten Prager Druckherrn Mose 1) S. Lieben, Gal-Ed, No. 83a, Zunz a. a. 0. p. 16. 2) S.G al-Ed, No. 83b., R. Meir Perls’ מגילת יוחסין, f. 10b, und den Titel des שנות חיים seines Enkels und Namensträgers, dessen Vorwort für die Geschichte der Prager Vertreibung von 1745 zu nützen ist. Auch dieser zeichnet noch gleich dem Grossvater מוי״א, das trotz der Eamilientradition Nichts mit spanischen Exulanten zu thun haben dürfte, sondern, wie ich (Revue des etudes juives XX, 309 ff.) zu beweisen versuche, so viel als ,,aus See“ bedeutet. 3) S. Kaufmann, Samson Wertheimer, p. 56 n. 1. 4) S. Hock, a. a 0., p. 280. 0 אבינו וקנינו היד, החסיד המקובל אלקי וחכם בכל חכמות התירה מות משה פערליש דל nennt ihn R. Meir Perls, מגילת יוחסין, f. 10a. 6) S. Hock, a. a. 0M p. 75.