Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Der Stammbaum des R. Eleasar Fleckeles
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829640-2829649-2877695--25019-2877742- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
882 Der Stammbaum des ״K. Eleasar Eleckeles. Reickthimi den für jene Zeiten beneid enswerth ansehnlichen Vorzug, der Schwiegersohn des Krakauer vielbewunderten Rabbiners R. Heschel zu sein. So war also Frumet Fleckeles’ Grossmutter, die Mittwoch den 30. August, am 11, Elul 1724 verstorbene Pessel Epstein, die Ur-Urenkelin des gefeiertesten Talmudmeisters von Krakau. Wenn so durch die Eltern des Vaters der Ursprung R. Eleasars zu Leuchten des Talmudstudiums und weltlicher Wissenschaft wie R. Heschel und David Gans zurückgeleitet wird, so sehen wir ihn durch die Eltern seiner Mutter vollends an die stolzesten Hamen der neueren jüdischen Geistesgeschichte, an den hohen R. Löw und R. Ephraim Lenczyc, die zwei Brennpunkte des Prager Ghettos an der Wende des 16. Jahr־ hnnderts, geknüpft. Der Vater seiner Mutter Chaje Sara, der fromme Synagogenvorsteher der Hochschule in Prag, Ephraim, war nämlich in gerader Abfolge der Urenkel des gefeiertesten jüdischen Predigers und Sittenlehrers der neueren Zeit, des Donnerstag, am 21. Februar 1619, in Prag verstorbenen, unter dem Namen seines berühmtesten Buches als Oleloth Ephrajim bei der Nachwelt fortlebenden R. Salomo Ephrajim Lenczyc1). Der Vater Ephrajims, dieses Namensträgers seines Urgrossvaters, der als Beisitzer des Prager Rabbinates zu Namen gelangte, R. Hirsch Schüttenhofen, war nämlich ein Sohn der Tochter des R. Ephrajim Lenczyc und seiner Frau Seide2). Im Geiste der Zeit, in der glänzende Vertreter des Thorastudiums und des Reichthmns wetteifernd um die Töchter berühmter Lehrer in Israel sich bewarben, hatte R. Ephrajim sowohl den he״ kannten Urheber des Jalkut Reübeni, R. Ruhen Hoschke, als den begüterten Primator von Prag, Isak Schablowitz, zu Schwiegersöhnen sich ersehen können. R. Hirsch Schütten־ hofen, der Sohn Isaks, war als Enkel des R. Ephrajim Lenczyc zugleich also ein Neffe des am 3. April 1673 in Prag ver- Eintragung im Gemeindebuche lautet nach einer Mittheilung־ E. ET. Wetstein’s: רשום בכתב אמת שד,ב׳ ר׳ האלף העבט בן האלוף הראש כהריר אברהם העבט פלל מק "ק ווינא מבר להאלוף מוהר" ר שמחה סלל מקראקא את חלק מבית אבכים שהיה לו בקראקא. כעשה ביום א׳ ד׳ כשליו חכ״ח לפ״ק כאם יצחק בן הרב מריה חנוך דל בפרא מחא פה ק״ק קראקא. נ) In seinem Epitaph Gal-Ed. No. 10 lese ich statt ן' אדר שני שע״ט, da es 1619 keinen zweiten Adar gab: [שנ) [= שנת. Der 7. Ada! 1619 fiel aber wirklich auf einen Donnerstag. Darnach ist Zunz a. a. 0. p. 11 zu berichtigen. Ygl. Güdemann, Quellenschriften zur Geschichte des Unterrichts und der Erziehung bei den deutschen Juden, p, 78 ff. 2) 8. Bock, a, a. 0. p. 184 n. 2.