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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 8 · p. Seite 380

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 8
Article
Der Stammbaum des R. Eleasar Fleckeles
Date
1893-01-01
Page
Seite 380 (sequence 3)
Language
German
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380 l)er. Stammbaum des R. Elcasar Eleclceles. kaum Tier Jahre langem Aufenthalte in Kojetein, zog es ihn, wie vor ihm 1767 R. Ephraim Zülz, der ebenfalls aus Prag in die kleine mährische Gemeinde gekommen war, nach der Heimat, an die Seite des abgöttisch verehrten Lehrers, des R. Ezechiel Landau, zurück. Doch verliess er die ihm lieb gewordene Gemeinde nicht, ohne für zehn Jahre bei einer neuen Erledigung ihres Rabbinates das Vorrecht des Wiederantrittes sich vorzubehalten. Neun Generationen hinauf wusste der einem begüterten und angesehenen Prager Patriciergeschlechte entsprossene E. Eleasar seinen Stammbaum väterlicherseits fortzuleiten. Die liebevoll gepflegte Erinnerung an einen grossen Ahnen, den achten in der Reihe, R. Wolf Fleckeles, hatte das genealogische Interesse in dieser Familie geweckt und erhalten. Vom Vater auf den Sohn ging die Kunde, dass der Schwiegersohn des grossen Prager Chronisten und Astronomen, des am 22. August 1613 verstorbenen David Gans, derselbe, dem R. Liepman Heller die Ehre einer namentlichen Anführung für eine selbstständige Erklärung in seinen Tosafot zur Mischna Kilajim 3,2 hatte angedeihen lassen, Wolf Fleckeies der Heros epontvmus ihres Geschlechtes sei. Es war also einer der Beisitzer eines Rabbinates, von dem Heller die seiner besonderen Beachtung gewürdigte Auslegung empfangen hatte. Wenn der Vater R. Eleasars, David Fleckeies, den väterliehen Stammbaum schon mit so viel Treue hegte und bewahrte, so hatte er der Abstammung seiner Mutter sich za berühmen vollends alle Veranlassung. Wie eine Sonne ihres Familienhimniels leuchtete in der siebenten Generation der Name ihres Ahnen, des sprichwörtlich ob seines Scharfsinns berühmten Rabbiners von Krakau, R. Heschel. Frumet Fleckeies, die Gattin des bei der Regierung angesehenen und einflussreichen, durch seine Verdienste um das Gemeinwohl wie um Einzelne ausgezeichneten, die Ehre seiner Familie in einem langen und gesegneten Leben steigernden Wolf Fleckeles, war die Tochter des Prager Vorstehers Josef Harpmer d. i. Harfner. Mit dem Gatten in guten Werken wetteifernd, fand sie Gelegenheit, bei der Vertreibung der Juden aus Prag für Kranke und Wöchnerinnen wenigstens einen kargen Aufschub bei den Behörden zu erwirken. Aber als hätte sie selbst die Stadt ihrer Väter nicht verlassen wollen, starb sie Donnerstag, den 22. Juli, am 22. Tarainus des Unglücksjahres 1745 in Prag. Ihre Matter Sara, die Tochter des Arztes Nathan ans der Wiener Familie Epstein, war, wie ich eine Lücke in den Angaben R. Eleasars

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