Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 37 (1892-1893)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2829132-2829640-2829649-2877694--25008-2877733- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Zur rabbinischen Sprachגז ־. Alterthumslainde. 373 Zeit heraus lässt der Midrasch Beresehith Babba, c. 79, aus dem Geheimarchive oder dem Gerichtshöfe des Pharao.סקרידיץ (asxpsxov secretum, forum,tribunal juridicum, a6veBpcov,5cy*a<3TY]p10v, ßaatX1%6v oex.pe.xov bei Ducauge, gl. gr., s. v.) den Befehl ergehen, dass kein Sclave zur Herrschaft gelangen oder Zeichen der Herrschaft: Armringe (כלידדים yjhowv), tragen oder nach Anderen sich der Steigbügel bedienen soll, vgl. Brüll, Jahrb., J, 190, 191, meine Beiträge zur Gesch. der hebr. u. aram. Studien 50. Durch das Beeilt goldene Ringe zu tragen, jus aureormn annulorum (Dig. XL., 10), 10 töiv ypoaa>v ggovcnX׳'t0v of/aiov (Nov. 78 2 .1 ,.ס) erhielten römische Sklaven die Freiheit (Puchta, Institut, 8. Aufl. von Krüger, II, 100). Dem römischen Beeilte entnommen ist, dass der Sklave testamentsunfahig ist: אץ לורד עושה חייתי קי אלא בן חורין Agadath Beresehith, c. 81, bei Jellinek, Beth hamidiasch, IY, 110, der XouSapios (Gladiator) kann keine letztwillige Yerfügung (cca7־0׳]XTj) treffen, blos ein freier Mann. Für לודל steht im Jelammedenu: מכמפום [lovopayos (vgl. Aruch s. v. und im Jalknt 157§ לחי schlechtweg עבד). J. Fürst, gloss. graeco hebr., לודר weist auf dieselbe Bestimmung in Land, Aneccl. Syr., 196 hin. — Die Ehe mit einem Wettkämpfer galt für schimpflich. In Ber. Babba, c. 20, wird zur Erläuterung des Schriftwortes I B. M. 3, 16. ״Hach Deinem Manne wird Dein Yerlangen sein, er aber wird über Dich herrschen“ folgende Geschichte erzählt: Eine Frau (Var: מבית פזבלעות (סבריבות aus der Familie oder dem Orte der Tiberianer oder Severianer war verheirathet mit einem לווטס nach der La des Aruch, oder ליסטים nach der La des Midraschtextes, (היתד, נשואה ללווטם (לליסטים, de!• sie schlecht behandelte. Als die Weisen davon hörten, wollten sie ihn zurechtweisen. Sie aber erschien vor denselben und zeigte ihnen einen goldenen Leuchter, auf dem ein thönernes Lichtgefäss angebracht war (um anzudeufen, dass sie, obwohl mit einem ihr unebenbürtigen Manne verheirathet, dennoch gern Alles von demselben ertrage). Levy, IT, 482 und, ihm folgend, Fürst, gloss., s. v. halten לוופזם für Xitos schlicht, gering. Aber ein einfaches Adjectiv ohne weiteren Zusatz, der auch im täglichen Sprachgebrauch nur selten vorkommt, ist hier undenkbar. Ebensowenig annehmbar ist Kohut’s Erklärung Y, 35 durch das spätlat.: leutus, ein am Boden haftender Sclave. Unter לווטם ist ein bekanntes Wort mit einem prägnanten Sinn zu suchen. Ich lese אתליטם a ftX7]T7)s, das öfter in den Midraschim und bald nach der oben aus Ber. R., c. 20,