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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 8 · p. Seite 369

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 8
Article
Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
Date
1893-01-01
Page
Seite 369 (sequence 14)
Language
German
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Zar rabbinischen Spraoh- 11. Alterthumskunde. 369 רוצה ואיכו ברשות אחרים. Nachmanides wiederholt diese Erkiärung und will sogar יובל als die Erlaubniss, sich fortan frei zu bewegen, auffassen: יובל היא שבה יובל בל איש אל אחוותו ואל משפחתו יובילוהו רגליו מרחוק לגור. — Ar ach, 3 ,דר liest בי מדואר דריא ומוביל סחורה und erklärt: wie der Träger oder Läufer (דואר), der von Ort zu Ort die Waaren herumträgt, also könne nunmehr der Sclave frei seiner Wege gehen. Kohut, III, 134 widmet der Stelle eine ausführliche Besprechung und leitet דייר und לירא vom arab.: דאר ringsumhergehen und דאירל Kreis, auch rabbin. לולא Kreis, ab. Die Verschiedenheit der Lesarten und Erklärungen beweist, dass schon den Alten die Stelle dunkel war. Der Text des Sifra ist der ursprünglichste, die Stelle ist zu übersetzen: דרור bedeutet: Freiheit, der Sclave wurde im Kreise herumgeführt und konnte nunmehr nach allen Ländern und Gegenden hin sich wenden. מסהר בכל מדיבתא bedeutet wie 2. Chron. 17, 9: ואסחרו בכל קרוי יהודה umhergehen, herumreisen—החויר. Aus dem einfachen אפה ר לכל מדינתא ist dann im Talmud מוביל סחורה לבל מרינה geworden, wodurch der ursprüngliche Sinn der Stelle verdunkelt würde, wenn auch סחורה auf סחור zurückgeht und die im Umher־ ziehen feilgebotenen Waaren bedeutet. Es ist eine bloss witzige Auslegung, wenn דר וסוחרת (Esther 1, 6) im Talmud dahin erklärt wird, dass Ahasver allgemeine Handelsfreiheit gewährt habe שקרא דרור לכל בעלי סחורה (Megiiia 12a.) — Auch מד ־2) דרור B. M. 30, 23) erklärt B. Samuel b. Meir als die im Geschäftsverkehr bei allen Kaufleuten geschätzte Myrrhe (חשוב בכל סוחרי מדינות), während andere Ausleger wie Nachmanides auch hier דרור als Freiheit fassen und nach dem Vorgänge Onkelos: מירא לביא an eine fehlerfreie ungefälschte Myrrhe oder gar an die von einem im Freien herum laufenden Thiere ent־ stammende Myrrhe denken. Aehnlich erklärt auch Tobia ben Eiieser im Lekach Tob. (60X05, dolus) מר דרור שאין בו דולם. Bub er bat, das letzte Wort nicht erkannt und hielt an der Lesart רולם oder קומם fest. Der terminus manumitti (manus, ־/eip, T, pers.: dast, Hand und Gewalt) ist in יצא ידי חובתו ,יצא מתחת ידו abgekürzt in יצא der Gewalt der auf ihm lastenden Verpflichtung entgehen, ■ nachgebildet, vgl. — לצאת ידי הבריות, ידי חמקום und schon Kohel 7, 18: ירא אלהים יצא! את כלם nach Graetz,' Kobel, z. St. — in Gittin 43 b: לוה עליו(על העבד) מן הנכרי כיון שעשה לו הנכרי נמוסו יצא לחירות ist der vom Sclaven gebrauchte Ausdruck: עשה נמוסו, wodurch derselbe seine Freiheit erlangt,

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