Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 8 · p. Seite 367

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 8
Article
Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
Date
1893-01-01
Page
Seite 367 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2829640-2829649-2877694--25002-2877727
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Zar rabbinischen Sprach- 11. Alterthumskunde. 367 Legis actio sacramento in rem, 41—43; Glossae Basilicae, bei Ducange, gl. med. graec.: pevocxra, Vindicta, Yj'paßooc; 6 apytnv 771׳ 6 ן pan:(0p zrjv toö sksoilcpcojiAvoo xe׳paXY]v s7racov, cpaaK0\ rsg, aapiv töv . rcapovta av9׳’poo7rov slvca eXs69׳*epov xai ׳rcoXtTYjv p(D|jLarov. Durch das Berühren mit der vindicta oder festuca, feruca (vindictam imponere) machte der Herr vor dem Gerichte, dem Prätor sein bisheriges Eigenthum an dem Sclaven geltend und zugleich seinen Entschluss kund, seinen Anspruch an denselben aufzugeben. Er liess dann den bisherigen Sclaven im Kreise nach allen Weltgegenden herumdrehen, um ihm anzudeuten, er könne nunmehr gehen, wohin er wolle.1) Dieser Rechtsgebrauch tritt uns auch ni den folgenden Midraschstellen entgegen: משל למלך שהיו לו עבדים הרבה ורצה לעשות אחד מהן בן חורין וליתן לו ומורה חור ועשה אותו ם נ ק ל י מ י ק ו ס עמדו חביריו כנגדו אמרו אם הוא עצמו בא ונטל לעצמו אותה גדולה יפה עשו שעמדו כנגדו עכשיו שרבו הוא שעשה לו כל מי שעומד כנגדו לא כנגד רבו הוא עומד? Banridbar Babba c. 18; dagegen im Jalkut Korach § 750: ,... וליתן לו ומורה עמד חברו כנגדו ואמר הוא עשה עצמו בן חורין ונטל לעצמו אותו גדולה וכר und im Tanchuma Korach ist das charakteristische ומורה verwischt und der allgemeine Ausdruck שרדה an die Stelle getreten: .. . . . רצה לעשות אחד בן חורין ליתן לו שררה עשה אותו פבקליטיקום אילו הוא עושה עצמו כר חורין ונטל לעצמו אותו- גדולה וכד. In der ed. Buber ist 1 מ 1 ר ה wieder in seine Rechte getreten und, wie Buber bemerkt, bieten auch die ed. princ. Constant. des Tanchuma und eine Oxforder Handschrift die La זמורה. Schon der Verfasser des Comment. Matthenoth Kehunna schreibt zu Bamidbar Eabba c. 18: שכך היה המנהג שכל מי שהמלך משחררו נותן בידו ומורה והוא סימן חירות וכו׳, dass der Rebstab nach altem Brauche als Zeichen der Befreiung galt. In der That ist מורה! hier nicht allgemein als Sinnbild der Herrschaft, sondern als vindicta zu fassen und die Stelle zu übersetzen: Ein König, der viele Sclaven besass, wollte einen derselben befreien und ihm die Vindicta geben, (Levy I, 544 unrichtig: ihm die Rebe, d. h. den Centurienstab zu übergeben), ihn darauf sogar zum a0Y?wX7pctxö<; (Rathsherren, vor-!) Ygl. die Commentare zu Livius 2, 5 und Horat., Satir״ II, 7, 76—77; 8. Meyer, die Rechte der Israeliten, II, 54; Brüll, Jahrb., IV, 112, wo jedoch, wie bei Weiss, Gesch. der Tradition, II, 30—31, Manches zu berichtigen ist.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.