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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 8 · p. Seite 363

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 8
Article
Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
Date
1893-01-01
Page
Seite 363 (sequence 8)
Language
German
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Zur rabbinisclien. Sprachu. Alterthumskunde. 36a bedeutet, genannt, ygi. Harkavy das., S. 355—56. In den von Halberstam veröffentlichten, gleichfalls dem R. Hai‘ Gaon zugeschriebenen, gereimten שעלי, שבועות kommt zweimal יחרים ביפתר, und בהחרימו־־ביפתק mit den Varianten פסק und פתק vor. Harkavy, S. 396, will überall פיתקא oder פתקא ändern. יפתקא hier ist die Abkürzung von יפתקא ללוטתא und das wiederholte Vorkommen der Form יפתקא bei verschiedenen Geonim beweist, dass wir es hier nicht mit einem blossen Schreibfehler aus פיתקא zu thun haben. Vielmehr haben die in Persien und Babylonien lebenden Geonim und die Ab- Schreiber ihrer Gutachten offenbar an das pers. jäfteh Zeugniss gedacht. Herzfelder, Jüd. Literaturbl. 1879, 102—103, M. Bloch, die Civilprocessordnung nach mosaisch-talmud. Rechte, 16 —17, und Harkavy, Responsen, S. 90, A. 9, S. 93, 140 und 359 haben richtig nachgewiesen, dass in den rabbinischen Lexicis bisher אדרכתא Besitzergreifungsurkunde und אור כת א Vollmacht שפר הרשאה nicht genügend auseinandergehalten wurden1). Auch das zu אודכתא gehörende Verbum wird in den Responsen genannt: הרשיתיו והשלמתיו אורכת יו מיניתיו על פלוני (S. 90), ich habe ihn bevollmächtigt; 93) מאן דמוריך), Jemand der eine Vollmacht ertheilt. Herzfelder stellt אורכתא mit עורכי oder אורכי הדיינים (Aboth I, 8) Advokat zusammen: Jemandem die schriftliche Vollmacht gehen, ihn vor Gericht zu vertreten. Harkavy denkt an eine Ableitung von אריך, das Sukka 44b und B. mezia 75a in der Bedeutung: erlaubt, passend gebraucht wird, also: Erlaubniss. Gegen beide Ableitungen bestehen Bedenken, die Etymologie des Wortes be״ darf noch der Aufhellung. טאריקי nach de Lara und Levy, nh WB, 11, 132 zocpocyy) ist aus קטאדירן Kazoihvsf] verschrieben. In Jerusch. Sota, I, hal. 4 Wajikra R. c. 9, B amidbar R. c. 8 und Debar. R. c. 5: ומלקין ליה ספסלה ist nicht mit Samuel Jafe und Mat. Keh. zu übersetzen: man schlägt ihn auf einen! Stuhle (subsellium), vielmehr ist ספסלה aus dem öfter vorkommenden ספ קל א spicula verschrieben. Eur בכסי מלוג sind zahlreiche Erklärungen gegeben worden. Aruch leitet, der talniudischen Tradition folgend, das Wort von מלג ausraufen oder von X6‘(0s ab, נכסים שקבל עליו כדבור כלא אחריות; Mnssafia denkt an apiX^ mulgeo, andere an apipYto abpflücken. Frankel, Grundlinien des jüd. 0 Der Plural lautet: 93) ארעדאתא ואורכאתא). 24*

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