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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 8 · p. Seite 359

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 8
Article
Beiträge zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
Date
1893-01-01
Page
Seite 359 (sequence 4)
Language
German
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Zur raVbinischen Sprachu. Alterthumskunde. 359 In der Y0n Graetz Gesch., IV2, 308—309 besprochenen Talmadstelle jer. Megilla III, hal. 2: ר׳ חייה ר׳ יפי ר׳ אימי.דברן לתמר אזלת וקרבתעליהון לאנטיפיטה דקיסרין שלחון וכתבון לר׳ א ב ה ו שלח ר׳ אבהו וכתב להון כבר פייפנו לשלשה ליטירין לטוב ילד טוב למד ותרשיש אבדוקים אבמסין תלתכים אבל תמר תמרורים בתמרוריה היא עומדת וביקשנו למתקה ולשוא צרף צורף soll Tamar ein Frauenzimmer, das die Zucht verletzt hat, bedeuten. Es kann sich aber hier kaum um ein gewöhnliches Frauenzimmer handeln. Das Factum wäre zu unbedeutend gewesen, um E. Ammi, E. Assi und E. Chijja, dann E. Ah bahn in Bewegung zu setzen. Ich glaube, dass sich die Mittheilung auf einen Vorfall zwischen den genannten Eabbinen und der mit ihnen gleichzeitig lebenden Königin Zenobia um 275 bezieht. In תמר liegt die Verhüllung des Namens Palmyrenerin von Palmyra, der Palmen Stadt, wie ja Tadmor in der h. Schrift selbst einmal als Ketib za 1. Kön. 9, 18 in der Form תמר vorkommt. E. Abbahu, der bei den Machthabern sehr einflussreich war (Frankel, Einleitung in den jerus. Talmud, 59b) hatte sich zur Schlichtung der An־־ gelegenheit mit drei ליטורין Ehetoren oder Advokaten (nicht mit Graetz: דלטורין Verleumder, oder Lebrecht, hebr. Bibliogr., 1871, 102: litterae, vgl. jer. Berach. III, hal 1: ואפילו ל י טור יוצא ועורר עליה, wo Serillo ebenfalls דילטור liest und Frankel im Commentar an latro oder Levy, 1111 WB., I, 7 an X&zpiq denkt, wo aber wieder ein Ehetor oder Advokat gemeint ist) in Verbindung gesetzt, um Zenobia zu besänftigen, aber ohne Erfolg. Dass der Name תמר ein fingirter ist, geht auch ans der Um- Schreibung der Namen der drei Ehetoren hervor. E. Abbahu hatte es eigen in dieser Bäthselsprache zu reden, wahrschein־־ lieh ans diplomatischen, politischen Gründen um nicht denunciert zu werden. Statt דנון לחמר ist vielleicht רנון ZU lesen von רבא kränken, tadeln, in Verruf bringen. Dass die Juden gegen Palmyra und Zenobia eingenommen waren, beweist Graetz das. 297—299. Die hier genannten E. Ammi und R. Assi waren auch sonst in Angelegenheiten mit Zenobia verwickelt und hatten Anstände mit derselben (jer. Terumoth VIII, hal. 10, besprochen bei Graetz, das. 298 bis 99). Der dort genannte Ortsname ספסופה soll nach Graetz: Safsifa heissen und nach Schwarz, Palästina 151, und Neubauer, Geographie du Talmud 271, in Palästina zu suchen sein. Da aber die Angelegenheit vor Zenobia gebracht wurde, so ist ספסונה zu lesen und Charax: Spa sinn in dem Palmyra nahegelegenen Mesene gemeint, was für Graetz, das Königreich

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