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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1893-01-01 · Heft 7 · p. Seite 336

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
37 (1892-1893)
Issue
Heft 7
Article
Die ersten Emancipationsbestrebungen der Juden in Breslau
Date
1893-01-01
Page
Seite 336 (sequence 6)
Language
German
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336 Emancipations-Bestrebungen in Breslau. Wahl der Directoren fiel auf Aron Freund1), Markus Roch2) und Samuel Cohen Dyhrenfurth8) als ordentliche Lehrer, Philipp Lewin Siphri4) und Victor Aron Lobebesonders als Lehrer empfahl: es sei ihm gelungen, in äusserst wenigen Lächern ganz fremd zu sein; auch im pädagogischen sei er von Jugend auf bewandert, und da er durch sein Temperament, das mehr zum scientivischen als merkantilischen Lache sich neige, zum Handelsjuden verdorben sei, möge man ihn an der W. Sch. anstellen, ״deren Lehrer nichts weniger als Orthodoxe sein können, sein müssen.“ Das Directionscolleg wies ihn natürlich mit seinem Gesuche ab. St.-A. M. E. XY, 10a, b; G.-A., Anstell, d. L. betr. I. ג) Aron Freund, ein Verwandter des Dr. Henschel und geborener Breslauer, wurde als Lehrer für deutsch Schreiben, Rechnen und Zeichnen mit einem Monatsgehalt von 12 Thalern angestellt. Er war bis zu seinem Tode 1806 an der Schule thätig. 2) Markus Hirsch Hoch, eigentlich Charoch; 311 den Personal- Verzeichnissen der Gemeinde lautet sein Harne: הב׳ מרדכי בר״ד, ח׳ר׳ך, auf seinem Leicnensteine (No. 2221 des alten Friedhofs), der eine von ihm selbst verfasste Aufschrift enthält, steht: מרדכי בן צבי ראך. Er war 1763 geboren und lebte vor seiner Berufung an die W. Schule, an der er bis zu seinem Tode thätig war, als Sehreibmeister in Breslau. Mit 200 Thalern Jahresgehalt wurde er als Lehrer für deutsch, u. hebr. Schreiben und Rechnen angestellt. Er starb am (27. Siwau =) 13. Juni 1825. Der Meassef 1794 enthält einzelne Gedichte von ihm; vgl. Steinschneider, Cat. Bod. 3) Samuel Abraham Cohn oder Cohen Dyhrenfurt, war ein geborener Breslauer und wurde als jüdischer Schreibmeister mit 6 Thalern monatl. Gehaltes angestellt; er starb schon 1792 in so tiefer Armut ,d^ss das Directionscoileg seiner Wittwe ein Geldgeschenk aus der Schul'kasse machen musste. 1־) Pliilipp (Feibuseh) Lewin Siphri oder Ciphri ist derselbe, den Braun, Gesch. d. Landr. S. 201 Anrn., irrtümlich als den Talmudlehrer der Wilhelmsschule bezeichnet. Sein vollständiger Name war: אורי פייבש בן אדיר. ליב סכרי ,חתן ר׳מנלי עטקום. über die Verwandtschaft von seiten seiner Frau s. die Einleitung zu dem von ihm herausgegebenen Machsor 1750 ,קרואי מועד geboren, lebte er zuerst als Kalenderverfertiger in Berlin (Steinschneider in Geigers Zeitschrift für Geschichte der Juden in Deutschland III, 274), dann als Sehreibmeister in Breslau und wurde zur Erteilung des deutschen Lese- und Hebr. Unterrichts der dritten Klasse mit einem Jahresgehalt von 160 Thalern angestellt. Ende November 1813 verliess er wegen Altersschwäche die Wilhelm8schule und starb 1, Nissan 1821 oder 1822 (Legatbuch der Brest. Chebra Kaddiseha).

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